Die Graugans Konrad grübelte,
warum sie diesen Namen trug.
Nicht, dass sie es verübelte,
doch hielt sie es für wenig klug.
Sie war im Schwarm der Schnatternden
zwar Konrad, aber feminin.
Den Spott des Rests der Flatternden,
den nahm sie nicht mehr länger hin.
Die Sorg’ jedoch vernebelte
ganz ungemein die Urteilskraft.
Ihr neuer Name hebelte
sie wieder aus der Frauenschaft.
Ab dieser Zeit verhätschelte
als Lorenz sie die Gösselschar.
Im Himmel aber tätschelte
ein Mann sie, fand das wunderbar.
Foto: © jürgen heimerl / http://www.pixelio.de
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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2 Kommentare
Anonymous
26. September 2011 von 11:21 (UTC 2)
Ha, ha, der alte Lorenz nicht vergessen, der Gänsevater und wunderbar hervorgeholt von Ingo in gewohnt eleganter Manier. Offenbar haben alle Menschen in denen im Nachnamen BAUM vorkommt eine besondere poetische Ader.
Deutschland deine Bäume! Und natürlich Östereich auch!
Ursula Geier
26. September 2011 von 13:39 (UTC 2)
Ende gut alles gut, fast wie im richtigen Leben, aber eben nur fast.Was solls, sind wir zufrieden.