Von Distelblüten nimmt er Nektarspenden,
vom Himmelblau die Lust und Lebensfreud.
Um Heiterkeit als Botschaft auszusenden,
da hat ihn noch kein Gauklerstück gereut.
Der Schmetterling zeigt kurz die Augenflecken,
dann faltet er ein neues Farbenspiel.
So hat das Öffnen, Schließen und Verstecken
kaleidoskopisch Täuschendes zum Ziel.
Die Fühler üben sich in Trommelwirbeln,
Facettennetze trinken Blütenblau.
Durch Beine, die sich Staubgefäße zwirbeln,
versinkt der Rüssel tief im Süßsaftstau.
Dann lässt er sich im Rausch der Glücksgefühle,
vom Wind, dem Freund, zum Taumelgaudium
verleiten. Fühlt Glut und Schattenkühle
und dreht sich, Neues suchend, nicht mehr um.
Foto: © ulrichvelten (Ulrich Velten)/ http://www.pixelio.de
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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2 Kommentare
Margrit Baumgärtner
15. August 2011 von 09:05 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Nicht nur der Schmetterling ist ein Freudenträger, sondern auch diese
herrlichen Zeilen. Da falle ich doch gleich am Tagesbeginn in mein
“Taumelgaudium” !
Hans Witteborg
15. August 2011 von 12:32 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
wunderschön!