Ganz spät am Abend geht es los:
Attacke auf mein Blumenbeet !
Alarm, Alarm, was mach´ ich bloß,
schon hab´ ich fünf bis zehn erspäht.
Die ROTE NACKTSCHNECKE an sich
ist ganz bestimmt ein liebes Tier.
Ihr Hunger macht sie fürchterlich,
das Hauptproblem ist ihre Gier.
Studentenblumen mag ich gern,
die Schnecken aber leider auch !
Wie halt´ ich nur die Viecher fern ?
Was kann man tun und was ist Brauch ?
Die Bierfalle ist eine Wahl,
vielleicht auch ein Elektrozaun.
Das Tafelsalz macht große Qual
und auch mit einem Spaten hau´n !
Ein schlaues Buch rät mir kokett:
“Salathauben auf Blumenpracht”.
Das macht den Schutz wohl recht perfekt.
(Mein Nachbar hat sich totgelacht !)
Die “Schneckenpaste” wird gepriesen,
schön ausgelegt in breiter Spur.
Das scheint den Hunger zu vermiesen
,doch kurz hält diese Wirkung nur …
So geht das Spiel von vorne los,
zumindest wenn der Regen naht.
Die Mordlust ist nicht ganz so groß,
auch Mitleid ist nun angesagt …
Nur Hass und Kampf erfährt das Tier
auf Kopfsalat und Rittersporn.
Was kann die Schnecke schon dafür …
für Konkurrenz und Menschenzorn !
Foto: © pixel-vun (Verena N.) / http://www.pixelio.de
Autor: Margrit Baumgärtner
margritbaumgaertner@web.de
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2 Kommentare
Hans Witteborg
5. August 2011 von 10:51 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Tolles Gedicht, der Wirklichkeit direkt ins Auge geschaut.
Freue mich immer, wenn jemand so gut mit der Sprache umgehen kann.
LG vom Hauspoeten
Margrit Baumgärtner
5. August 2011 von 17:36 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Danke und Gruß zurück !