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Hauspoet

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Petri Heil

(Schwarze Serie)

Ein Angler saß in aller Ruh
und sah dem Spiel der Pose zu.
Die wippte auf und wippte nieder,
doch dann beruhigte sie sich wieder.
Ganz plötzlich aus dem See, der tief,
Undine auftauchte und rief:
„ach lieber Angler es wär nett,
nähmest du mich heim und in dein Bett.
Hier drinnen ist es kalt und nass,
zu Hause bei dir haben wir Spaß.“
Der Angler tat, worum man bat.
Bis dass sich eine Tür auftat
zum Schlafgemach der Eheleute.
Nicht etwa, dass die Frau sich freute,
nein, in der Tür wie ´ne Hyäne
stand puterrot die Frau Irene.
Man sah Undine schnell entschlüpfen
und übers Feld von dannen hüpfen.
Bevor dem Angler fiel was ein,
ein Meister sonst im Anglerlatein -
schlug seine Frau mit einem Hammer
ihn auf den Kopf – ´s gab kein Gejammer.
Der Angler tot und daher platt.
Dafür Irene Mühe hat.
Beschwert mit Kartoffelsack und Steinen
befestigt mit zwei Segelleinen,
versenkte sie in dunkler Nacht
im Möhnesee verdächt´ge Fracht.
Dort hat der Angler seine Ruh,
doch schau´n ihm nun die Fische zu.
Zuweilen Hecht und auch der Aal.
Für letzteren ein köstlich Mahl.
Dem Fischer in dem tiefen See,
war es egal, ihm tut ´s nicht weh.
Die Aale aber wurden fett.
Weiß nicht, ob ich gern einen hätt´
zu meinem mittäglichen Gerichte.
Wen wundert ´s, denn ich schrieb sie doch,
die schreckliche Geschichte.

Illustration: © stefanbayer (Stefan Bayer) / http://www.pixelio.de

Autor: Hans Witteborg
HWitteborg@t-online.de

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1 Kommentar

  1. Edith Nebel

    Ein gereimter Mordfall! Wie cool ist das denn?
    Ich bin ja ein Freund der Krimis. Mir gefällt das.

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