Da hebt der schlanke Stamm sein Laub zum Lichte,
es hellt nun auf zum goldgedeckten Dach.
Durch kleinste Lücken in der Kronen Dichte
zwängt Strahl um Strahl sich mehr als tausendfach.
Kein finstrer Tann, ein offner Buchentempel
lädt ein zum Wandel durch den Säulensaal.
Wie flüchtig aufgedrückte bunte Stempel
erzittern Sonnenkringel ohne Zahl.
Nichts Düsteres verstört, der Zilpzalp flötet,
der Trauerschnäpper lässt die Trauer sein.
Die Finken singen bist der Westen rötet,
im Buchenwald kehrt Abendruhe ein.
Foto: © thor48 (Torsten Rempt) / http://www.pixelio.de
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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1 Kommentar
Hans Witteborg
21. Juni 2011 von 11:53 (UTC 2)
Lieber Ingo,
als Jäger kann ich diese Erhabenheit des Waldes nachvollziehen.
Ein vortreffliches Stimmungsbild…direkte Nachfolge von J.v. Eichendorff