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Hauspoet

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Fressen und gefressen werden

Ein schillernd bunter Schmetterling,
torkelnd in der Frühlingsluft –
fröhlich, bis ein Spatz ihn fing,
ihn verspeiste, dieser Schuft!

Rabenkrähen sind kein Segen
denn sie suchen sehr geduldig
Vogelnester mit Gelegen,
sind sie deshalb aber schuldig?

Dem Fuchs gelang im Hühnerstall
Ein großes Blutbad anzurichten.
Muß man deshalb überall
Füchse schießen und vernichten?

Bolle sitzt vor Schweinehaxen
Fett trieft ihm von seinem Kinn,
Haxen wohl auf Bäumen wachsen
anders gäb´ das keinen Sinn:

daß der Mensch dem Wolf bestreitet
dessen eignen Lebensraum.
Für jeden ist der Tisch bereitet,
Fleisch wächst nicht auf einem Baum!

Foto: © H.P.Reichartz (Fotograf: Hans-Peter Reichartz) / http://www.pixelio.de

Autor: Hans Witteborg
HWitteborg@t-online.de

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