Mind the Gap, 2.2. – How to survive in London

20. Mai 2004
Puh. Die assignments und mein Research Project Paper sind jetzt mal alle aus dem Weg geräumt, Gott sei Dank. Die assignments (schriftlich wie mündlich) wurden auch sehr gut benotet und sind alle zwischen 75 und 80%, was ein First ist, außer meinem Techniques of Persuasion Kurs, deren Lehrerin es sehr genau nimmt mit der Rechtschreibung und Präsentation, und nichts, aber auch gar nichts, was von ihrem vor 50 Jahren erworbenen Wissen abweicht, gelten läßt. Da hat’s nur für 61% gereicht. Na ja, das ist noch eine 2. Immer wenn es mir mal schlecht geht oder mir alles zu viel zu werden droht, gucke ich mir den Kommentar meines English in the World-Lehrers an, der so Worte wie „excellent“, „intelligent“ und „thorough“ enthält. Und immerhin ist Jim „Head of the Language Department“!

Da der Organisator der Übersetzungsprüfung in seiner Weisheit beschlossen hat, die Prüfung nicht den vorgeschriebenen universellen Gang nehmen zu lassen, sondern alles anders zu machen, wurde die Prüfung auf letzten Freitag angesetzt – noch vor der offiziellen Prüfungszeit. An diesem Tag hätten wir aber unser English Project abgeben müssen und uns wäre ein voller Tag verlorengegangen. Daraufhin habe ich mich beschwert, was denn das solle, und mir wurde beschieden, das sei jetzt nicht mehr zu ändern, aber ich solle mal zu Jim gehen und nach einer Verlängerung für das Project fragen, der sei doch ein netter Kerl. Die haben wir auch gekriegt, bis diesen Dienstag, aber der Sinn der Sache ist das ja nun nicht.

John und ich hatten eigentlich beschlossen, dass ich letztes Wochenende nicht nach Birmingham fahre, damit ich vor den Prüfungen nicht mehr soviel Fahrzeit vergeude. Und er kann hier auch nicht jedes Wochenende aufschlagen. Ich saß also am Samstag vor meinem Computer, das Project auf dem Bildschirm, im Hinterkopf das Wissen, dass es in vier Tagen abzugeben ist. Eigentlich hätte man meinen können, dass ich ohne Ablenkung doppelt so schnell arbeiten kann. Aber ich konnte nicht mehr denken. Der Text gab keinen Sinn und der Computer hat mich irgendwie paralysiert. Hab John angerufen und ihm was vorgeheult. „Komm, das schaffst du schon. Jetzt arbeite ein paar Stunden und dann halten wir ein gemütliches Schwätzchen“. Na gut. Zurück zum Computer. Hat keinen Sinn. Mein Hirn streikt. Fast wie ferngesteuert wähle ich ins Internet und gucke „mal eben“ bei Megabus vorbei, ob man noch eine Busreise buchen kann. Der nächste geht um 15.15 und hat mächtig aufgeschlagen. Und die Rückreise – ne danke, 13 Pfund zahle ich nicht. So ein Mist. Da fällt mir meine Railcard ein und das GBP 9,90 return ticket von Chiltern Railways.Der nächste Zug geht um 14.40. Kurzer Blick auf die Uhr – 13 Uhr. Schaff ich das? Plötzlich bin ich von wilder Energie besessen, schwinge meine Tasche aufs Bett, schmeiße irgendwelche Klamotten rein und konsultiere meine Kofferliste (Gott, was bin ich deutsch und organisiert). Der Frustkuchen, heute morgen bei ASDA gekauft, darf auch mit, hastig raffe ich alle Project-Papiere zusammen, speichere alles auf Diskette und klopfe an S‘ Tür. „Äh, also ich fahr mal eben nach Birmingham. Bin morgen wieder da. Tschüs.“ Und atme draußen erstmal wieder aus. Geht’s mir auf einmal gut.

Von der DLR aus rufe ich John an, er soll doch mal checken, ob es irgendwelche Tube-Probleme gibt. „Wieso?“ „Weil ich das gemütliche Schwätzchen face to face haben will!“ „Super! Oh, obwohl – da muss ich ja wohl jetzt die Wohnung aufräumen! Au mann!“ Männer… Schaffe den Zug gerade noch, nachdem mir die Schaltertussi versucht hat weiszumachen, dass ich das billige Ticket nicht mehr kriegen kann, dafür sei es zu spät. „Ist es nicht, ich muß vor 15 Uhr reisen, und den 14.40 Uhr schaffe ich noch, wenn Sie sich jetzt mal beeilen!!“ „Ah ja… richtig.“ Hier ist man aufgeschmissen, wenn man nicht genau weiß, wie alles funktioniert und was geht und was nicht. Das Project ist übrigens fertiggeworden, obwohl ich erst Montag abend zurückgefahren bin und eine halbe Stunde aufgehalten wurde wegen „a person under a train“.

Nun sind unsere Lehrer gerade alle am Umziehen in ein anderes, kurzfristig angemietetes Gebäude ein paar Straßen weiter, da nebenan gebaut wird und schonmal beinahe ein Kran aufs Dach gefallen werde. Das wär was, wenn die Uni auf einen Schlag keine Lehrer mehr hätte! Es herrscht also überall Chaos, und letzte Woche fiel man ständig über Kisten, Kartons und schwarze Müllsäcke. Das Project war demnach in der neuen Behausung abzugeben. Vorsichtshalber habe ich mein Project gegen 16.15 Uhr am Dienstag per Email geschickt, damit mir niemand vorwerfen kann, ich hätte die Deadline verpaßt. Dann bin ich losgedüst wie von wilden Hummeln gebissen, kam aber trotzdem erst 5 nach 5 an. Ich bin nur in das Gebäude gekommen, weil gerade ein Angestellter rauskam. Das Department war total verlassen, nur ein paar Packer schwirrten rum und öffneten Kartons. „Ach die Lehrer, die sind schon vor Ewigkeiten weg!“. Typisch. Mußte ich also mein Project ohne die eigentlich erforderliche Unterschrift in Jims Fach legen. Das war wenigstens leicht zu finden – es war das einzige Möbelstück im Raum.

Am 2. Juni habe ich die letzte Prüfung, dann fahre ich erstmal ein paar Tage nach Birmingham. Praktischerweise ist das die Pfingstwoche und John hat frei. Vielleicht kommen wir ja diesmal dazu, Warwick Castle zu besuchen. Und auf einen Flohmarkt zu gehen. Ich liebe diese Sendungen wie „Flog it“, „Cash in the Attic“, „Bargain Hunt“ und „Antiques Roadshow“. Leider finde ich nie Keramik auf dem Flohmarkt für 2 Pfund, die in Wirklichkeit 650 Pfund wert ist. Wäre gut, um einen wohlverdienten Urlaub zu finanzieren. Na ja mal sehen. Der Juni wird sowieso spannend. Wo wird Beate eine Stelle finden? London, Birmingham oder doch ganz woanders? Ihr könnt ja mal Wetten abschliessen.

23. Mai 2004

Hach, was ist das für ein wunderschönes Wetter heute. Wir sind in den Greenwich Park gegangen bis zum hinteren Ende, weil wir endlich einmal die Rehe sehen wollten, die da angeblich rumlaufen. Am Anfang wies auch noch ein Schild die Richtung, dann nicht mehr. Also haben wir rumgefragt: „Wissen Sie was, ich hab’s bisher noch nie geschafft, die zu finden.“ „Gehen Sie mal da lang in den Blumengarten, da sind Hunde verboten, vielleicht sind die Rehe da.“ Na ja, ein Anhaltspunkt ist besser als gar nichts, also stapfen wir mal los. Schön ist es da, viele Blumen und sogar ein Teich mit Fontäne und Enten. Aber wo sind die Rehe? Ich will rechts gehen, da guckt John nach links und sagt: „He, Moment mal…“ Er hat von weitem was erspäht, das sich bewegt. Und Tatsache, von ganz weit weg durch den Maschenzaun – ein Reh! Das kann doch nicht sein, dass das schon alles war. Also laufen wir am Maschendraht entlang bis eine Mauer kommt. Das war wohl nichts. Wieder zurück, durch den Blumengarten, da fällt uns ein Pfad auf direkt durch Blumenbeete. Wir wagen uns hinein, das Gestrüpp wird dichter – da! Ein Pfad geht ab, dem wir folgen. Eine Biegung nach rechts – und vor mir steht ein Reh. Und noch eins. Und noch eins! Besser verstecken kann man Rehe wirklich nicht. Auf dem Weg zurück treffen wir noch auf ein paar zutrauliche Eichhörnchen, eins nimmt mir elegant eine Nuß aus der Hand, die mir eine hilfreiche Frau hinstreckt. Gott sei Dank hatte John die Digicam dabei.

24. Mai 2004 In der tube gibt es nicht nur Katzen und Hunde sondern auch Schweine und Elefanten. Sogar Fische, Pinguine und Babybären wurden schon gesichtet! Könnt auch ihr sie sehen?

Die Information habe ich, man sollte es nicht meinen, aus den Stuttgarter Nachrichten, die mir meine Mutter neulich zugeschickt hat. Hier ist die website mit allen Tieren: http://www.animalsontheunderground.com/

25. Mai 2004
So, jetzt hab ich gestern abend stundenlang an einer Bewerbung rumgefeilt für einen freelance-Job, in welchem mein Deutsch gebraucht wird und den ich überall von meinem PC aus machen kann (Medienanalyse, wird ganz ordentlich bezahlt), und in der letzten Minute seh ich den Haken: „you must be registered self-employed“. Ne danke, zu viel Gefuddel mit den Behörden, und eigentlich war das ja als Übergang zu einem richtigen Job gedacht und später vielleicht nebenher, aber John sagt, angestellt UND selbständig zu sein erfordert noch mehr Papierkram. Humpf. Wenigstens war’s gutes Training für meinen Persuasion-Kurs, da sind Bewerbungsschreiben ein Thema.

28. Mai 2004 Gestern habe ich mein vorletztes Examen hinter mich gebracht, yippee! Jetzt geht’s auf zum Endspurt. Gestern lag hier ein Kreuzfahrtschiff vor Anker, nur für einen Tag, aber ich hab Fotos gemacht. Die „Astoria“, falls das jemandem was sagt.

Die Gipsy Moth kann ich vom Küchenfenster aus sehen, die Cutty Sark, wenn ich vom Balkon aus gucke. Habe mir gerade einen „2 for 1“ ticket voucher für das „Tate Boat“ ausgedruckt, das ist ein irre schnelles Pendlerboot, das als „state-of-the-art catamaran“ bezeichnet wird. Es wurde von Damien Hirst entworfen oder mitentworfen und hat eine stromlininenförmige Schnauze. Sieht richtig cool aus. War mir vorher nicht bekannt, weil es erst seit Anfang April auch bis zum Greenwich Pier rauscht.

29. Mai 2004
Hatte mich heute mit einer Freundin und Mitleidensgenossin (gleiche Unikurse) für Greenwich Park verabredet. Sie ist auch aus Deutschland, folgerichtig haben wir im Fußtunnelaufzug deutsch gesprochen. Plötzlich sprach uns der Aufzugsmann auf deutsch an. Ich hätte ihn erst fast gar nicht verstanden. Es stellte sich heraus, dass er schon seit 23 Jahren in England lebt (man verliert also wohl doch irgendwann seinen deutschen Akzent völlig, selbst wenn man deutsch spricht). Er fragte uns, ob wir Schmidt kennen. Äh, welchen Schmidt, gibt viele mit dem Namen. Nein, nein, das sei eine Zeitschrift für Deutsche in England, wenn ich am Wochenanfang vorbeikäme, hätte er mir eine, die koste nichts. Wieso sagt mir sowas keiner? Und wo wird die normalerweise verteilt? Reichen die die Deutschen unter der Hand weiter oder was? Die Zeitschrift für Australier in London liegt schließlich an jeder Straßenecke aus. Man lernt doch jeden Tag was Neues!

3. Juni 2004
Yippee, ich hab’s geschafft, Uni ist rum!

Gestern war die letzte Prüfung. Sie war schwer aber machbar und ich hab sogar was gewußt, nachdem ich John tagelang auf den Wecker gegangen bin mit meiner „Ich weiß nichts und ich kann mir nichts merken!“ Panikarie. Danach bin ich mit John und einer Freundin von der Uni in den Harry Potter Film gegangen, der mich persönlich nicht so überzeugt hat.

Jetzt wedele ich gerade in der Wohnung herum und packe, denn nachher geht es auf nach Birmingham! 10 Tage lang werden wir Urlaub machen, in und um Brum herum, mit Tagesausflügen nach Wales. Vorhin habe ich noch meine Wahlunterlagen zur Post gebracht für Mayor of London und European Parliament – man ist ja ein pflichtbewußter Bürger. Und dann heißt es auf Jobsuche gehen. Wünscht mir Glück!

4. Juni 2004
Autos – was macht man mit denen nicht alles mit. John hat sein Auto extra vor dem Haus seiner Eltern geparkt, damit ihm nichts passiert. Bei der Rückkehr gestern haben wir dann festgestellt, dass jemand versucht hat, in den Kofferraum einzubrechen, und ein Reifen war platt. Also hat er sich im Regen hingekniet und erstmal Reifen gewechselt. Und dann sprang der Wagen nicht an. Erst hat er angenommen, dass es die Batterie sei, dann aber festgestellt, dass die losgegangene Alarmanlage die Zündung blockiert hatte. Nachdem das adjustiert war, konnten wir weiterfahren und seinem Mechaniker-Cousin wieder abtelefonieren. Daheim hat er dann den Wagenschlüssel im Türschloss abgebrochen, so dass er auch noch das Schloss auswechseln musste. Glücklicherweise hatte er ein Zweitschloss rumfliegen. Bei sowas sind Männer gut ausgerüstet, auch wenn sie sonst alles vergessen, auch ihren Kopf, wenn er nicht angewachsen wäre.

Heute sind wir dann zu Warwick Castle aufgebrochen, bei Sonnenschein und ca. 21 Grad. Die Burg ist wirklich beeindruckend! Und diese Woche ist „Warwick Warriors“ Woche, mit Knightly Combats etc., also war eine Menge los. Wir sind ungefähr 5 Stunden herumgewandert, und dabei haben wir nicht einmal die Warwick Ghosts Tour mitgemacht, aber die hätte nochmal extra gekostet. Es ging treppauf und treppab auf Tuerme und über Zinnen, in Rosen- und Pfauengärten (habe ein Pfauenküken gesehen), in Torture Chambers und Great Halls. Warwick Castle ist wunderschön gelegen, mit viel Grün, hübschen Häuschen und dem River Avon rundherum. Oh, und John hat einen Esel für mich gewonnen! Und zwar nicht irgendeinen, sondern den aus Shrek. Goldiges Plüschkerlchen. Beim letzten Bild im vierten Film hat dann meine Kamerabatterie den Geist aufgegeben. Wenigstens hatte ich meine Kamera dabei – John hatte seine wie üblich vergessen. Mit dem Esel hat er aber alles wieder gutgemacht. Mein Held.

6. Juni 2004
*Aua* Sonnenbrand tut weh *aua*. Den hab ich mir heute auf dem Flohmarkt in aller Dämlichkeit geholt, denn es heizte ca. 24 Grad runter und natürlich hatte ich weder an Hut noch an Sonnencreme gedacht. John hat mir aus Zeitungspapier einen Nelson-Hut gebastelt, der von den vorbeimarschierenden Schnäppchenjägern ausführlich kommentiert wurde. „Netter Hut!“ „Gute Idee!“ „Haben Sie ein Buch über Origami? Nein? Ach ich dachte, wegen dem Hut…“ Morgen soll’s noch heißer werden *ächz*

Ich lebe jetzt schon 10 Monate hier, und habe heute zum ersten Mal Paprikachips entdeckt! Die Supermärkte hier haben den Chips, die hier Crisps heissen (weil Pommes hier Chips heissen) ganze Gänge gewidment, aber das meiste ist der übliche Cheese & Onion, Ready Salted und Salt & Vinegar Kram. Die Engländer schütten Essig über wirklich alles. Gestern fragte mich der Typ im Fish’n Chips Laden, ob ich Salt and Vinegar über meine Frühlingsrolle wollte. Ne danke. Jedenfalls gibt’s hier Chips in allen möglichen exotischen Varianten, von Bacon & Leek bis Tomato & Mozarella. Habe John immer was von den deutschen Pepper crisps vorgeheult, denn Paprika heisst hier Pepper, was auch Pfeffer heisst. Dachte also, dass das logischerweise Pepper crisps sein müssten. Aber Logik kann man in England einfach nicht anwenden. Heute entdeckt, in Aisle 19 bei ASDA: „Paprika Pringles“. Jetzt wisst ihr, wonach ihr greifen müsst, wenn ihr hier Essensheimweh kriegt. Man lernt doch nie aus.

Und ich mache drei Kreuze, wenn diese Eurofussballspiele vorbei sind. Jedes zweite Auto hier hat nicht nur eine sondern zwei Fahnen in rotweiss gehisst. Ist das in Deutschland auch gang und gäbe?

7. Juni 2004
Habe heute mal wieder das „Vergnügen“ gehabt, mit der NHS Bekanntschaft zu machen. Mein Sonnenbrand auf der Schulter brennt wie die Hölle, also sind wir zu Johns Doktor gegangen, um einen Termin auszumachen. Er warnte mich noch, dass man nur einen Termin am gleichen oder folgenden Tag bekommt, wenn es ein wirklicher Notfall ist. Aber ich war nicht darauf vorbereitet, dass die mich rundheraus ablehnen würden. „Wir nehmen keine neuen Patienten auf“. „Ich will kein neuer Patient werden, ich bin aus London, ich kann nicht zu meinem eigenen Arzt gehen!“ „Tut mir leid, wir nehmen keine neuen Patienten auf.“ „Aber ich BIN kein neuer…“ „Sie müssen ins Krankenhaus oder in ein Walk-in Centre. Da ist eins in Boots in der High Street.“ Ich war erstmal sprachlos. Ich habe mich nicht im englischen Gesundheitssystem registrieren zu lassen, um so behandelt zu werden. Aber bitte schön. Sind wir eben ins Walk-in Centre in der Innenstadt. Da musste ich nur ein Formular ausfüllen und war nach 20 Minuten dran. Geht doch.

Danach sind wir in den Birmingham Botanical Garden und zu Kenilworth Castle – und es war noch heißer als gestern! Aber wunderschön, diese Städtchen auf dem Lande, mit grünen Hügeln und Seen mit Enten etc. Jetzt bin ich hundemüde – der Abend gehört dem Fernseher. Ab morgen kann’s regnen…

22. Juni 2004
Uff, sind Ferien anstrengend. Bin wieder in London und muß mich jetzt erstmal erholen. Draußen regnet es in Strömen, und die Themse schlägt windige Wellen. Aber es ist wohl ein Naturgesetz, dass es anfängt zu regnen, sobald Tennis in Wimbledon beginnt.

Der Bus am Montag abend zurück nach London war fast leer – kein Wunder, England hat ja gespielt. John hat mich per SMS über den Spielstand auf dem laufenden gehalten, auch über das Chaos auf fast allen tube lines (zwei persons under a train – so schlecht hat England doch überhaupt nicht gespielt!)

Das Wetter war recht irre die letzten Wochen. Habe mich ständig bei weather.co.uk auf dem laufenden gehalten, die aber jeden Tag was anderes erzählt haben. Da hieß es zuerst,dass es ab 7. Juni regnen würde. Am 7. Juni war aber strahlender Sonnenschein. Das gleiche Spiel am 8. Juni. Daraufhin haben wir beschlossen, das gute Wetter zu nutzen, solange es geht und sind aufgebrochen, um noch ein paar Castles unter den Hut zu kriegen. Ludlow Castle ist von Birmingham aus nicht allzuweit entfernt, so dass wir uns frohgemut auf den Weg gemacht haben. Nun sind aber Wegweiser nicht Sache der Engländer. Weiß ja nicht, ob das auf ein kollektives Kindheitstrauma zurückzuführen ist, aber die Engländer weisen den Weg bis kurz vorher – dann nix mehr. Konsequenterweise sind wir durch Ludlow durch, ohne das Castle gefunden zu haben. Dafür sind wir ein paar Meilen weiter auf Stokesay Castle gestoßen, das in unserer Planung gar nicht drin war. Macht aber nix, Hauptsache Castle, und ich habe mich zum Kauf eines Heritagepasses entschieden, der für Studenten für ein Jahr nur 15 Pfund kostet. Man muß ja die Studentenvorteile ausleben, solange es geht. Natürlich ist mir das einen Tag zu spät eingefallen, denn das Ganze hätte ich schon bei Kenilworth Castle machen und einen Eintritt mehr sparen können. Aber besser spät als nie. Die freundliche Dame im Shop, die umringt war von kleinen Jungs, die Plastikschwerter kaufen wollten, erklärte uns dann auch haargenau den Weg zu Ludlow Castle anhand solcher landmarks wie Woolworth und Kwik Save. Vor Kwik Save war dann auch tatsächlich ein Wegweiser zu finden – ungefähr 30 m vom Castleeingang entfernt. Die Burg selber war voller Baugerüste (demnächst findet Shakespeare oder sonstwas geistig Hochwertiges dort statt), aber die Aussicht von den Türmen entschädigte mal wieder für alles. Ludlow ist ein richtig hübsches Städtchen, und wir haben wieder unser übliches Spiel gespielt und in die Fenster der estate agents geschaut: „Das Haus nehmen wir. Nein, das. Das hat einen original fireplace. Oder das manor house hier – kostet schließlich nur 1,8 Millionen, dafür hat es Räume für die Bediensteten!“

Die restliche Woche war das Wetter durchwachsen, so dass wir meistens zuhause blieben und an der Hausrenovierung weitergearbeitet haben. Himmel, geht sowas langsam voran. Wie die das im Fernsehen innerhalb einer Woche hinkriegen, ist mir schleierhaft. Hier fehlt immer was oder ist komplizierter als gedacht. Aber ich habe im Supermarkt deutsche Frikadellen gefunden! Und die heißen… na, wie wohl: „German Frikadellen“. Warum müssen die mir das antun. Jetzt krieg ich wieder Heimweh nach deutschem Essen. Ich habe mich hier schon an vieles gewöhnt, aber ans englische Essen kann ich mich einfach nicht gewöhnen. Mmm, die Pfannkuchen mit Spargel meiner Mutter…

Kommt einer von Euch an „Maggi Gewürzmischung 4 für Salate“ heran? Die habe ich ja in Deutschland schon nicht mehr gefunden, unser Supermarkt hat einfach den Tütchenverkauf eingestellt. Meine Wohnungsgenossin hat’s in ihrer Ecke von Deutschland noch im Glas gefunden, aber das ist doof zu schicken und klumpt außerdem leicht. Bitte eine deutschlandweite Suche starten! Ich zahle! Die Engländer kennen Gewürzmischungen nicht, was bei denen unter „salad dressings“ verkauft wird, sind irgendwelche widerlichen Sossen mit hohem Mayonnaiseanteil.

Am Wochenende wurde das Wetter wieder besser und so haben wir beschlossen, am Sonntag noch einen car boot sale zu machen, diesmal auf den Birmingham markets. Nach 5 Stunden hatten wir einen unglaublichen Erlös von 10 Pfund (die Standgebühr schon abgezogen). Ehrlich, wenn man da einen Preis nennt, der über 3 Pfund liegt, zucken gleich alle zurück, obwohl die Sachen zum Teil das fünffache wert sind und noch richtig gut in Schuß. Nachdem der hunderste unsere Sachen befingert und nicht zurückgelegt sondern zurückgepfeffert hat, hatte ich die Schnauze voll und hab mir zum Ausgleich ein wunderschönes Gemälde im Rahmen gekauft ein paar Stände weiter. Für 5 Pfund, ohne zu handeln. Jawohl. Dafür habe ich am Nachbarstand einen Papierkorb für 10pence erstanden – handeln hätte bei dem Preis wirklich auch albern ausgesehen.

Da das Wetter am Montag noch wunderbar war, sind wir kurzentschlossen Richtung Wales abgedüst. Die Straßen sind holprig, die Beschilderung unzureichend, die roundabouts absolut tödlich (immer wenn John in einen roundabout fährt, schließe ich entweder die Augen oder halte mich krampfhaft am Omahaltegriff über der Beifahrertür fest), aber kaum hat man die unsichtbare Grenze nach Wales überquert, wird das Essen plötzlich genießbar. Wir haben an einer Raststelle an der Autobahn Halt gemacht und sind zwecks besserer Aussicht auf die Severn Bridge einen Abhang hochgeklettert. Schon beeindruckend, das Teil. Und kostet neuerdings auch Mautgebühr. Aber nur hinwärts, sofern man vor Mitternacht wieder zurückkommt. Wie wollen die das denn überprüfen? Man kriegt ja noch nicht mal einen „Bezahlt“-Beleg!

Auf dem Weg nach Tintern haben wir uns verfranst und sind plötzlich auf der „scenic route“ gelandet, weg von der Autobahn. Aber ohne diesen Fehler hätten wir den Wegweiser zu Caldicot Castle nicht gesehen! Meinen Wales Guide hatte ich natürlich in London vergessen, aber Castle ist immer gut, also sind wir mal nach Caldicot abgebogen. Dumm war nur, dass dieses Schild das einzige gewesen war. Der örtliche Postbote hat uns dann die Richtung gewiesen, aber wir sind trotzdem schnurgerade daran vorbeigefahren, in Caldicots Neubausiedlung, wo ich natürlich beschlossen habe, dass wir hier ein Häuschen kaufen müssen, so hübsch wie es da ist. Der Wirt des „Castle Pub“ hat sich dann ausgeschüttet über uns, als wir bei ihm haltmachten – es stellte sich heraus, dass wir schon zweimal dran vorbeigefahren waren! Können wir was für deren mangelnde Marketingstrategie? Außer einer gelbbehemdeten Schulklasse waren wir auch die einzigen Besucher, und es ist wirklich liebevoll restauriert, mit albernen Hüten aus vorigen Jahrhunderten in einem Turm und einem Schachbrett auf dem Rasen. Die Landschaft vom Turm aus war wie immer sagenhaft, und John hat tapfer seine Höhenangst bezwungen und ist mir nachgestapft.

Am Nachmittag kamen wir in Tintern an, und da das Wetter so schön war und ich noch soviel vor hatte, habe ich John kurzerhand den Vorschlag unterbreitet, doch im B&B zu übernachten, sofern es nicht zu teuer sei. Natürlich hatten wir nichts dabei, nicht mal eine Zahnbürste, aber was soll’s. Er fand die Idee gut, und so haben wir wie schon im September vor 2 Jahren beim Bellevue B&B an die Tür geklopft. Es ist jetzt unter neuer Leitung, aber die Zimmer sind noch so hübsch wie früher und der Preis annehmbar. Wir haben uns zuerst für das Doppelzimmer mit en-suite bathroom für 48 Pfund entschieden, aber dann unsere Meinung geändert und das Zimmer nebendran genommen. Es ist mindestens doppelt so groß, mit Sofa, CD-Player und allem Schnickschnack, war aber 3 Pfund billiger, weil es kein en-suite Badezimmer hatte. Wen kümmert das, das Haus war leer!

Wir sind dann noch zur Tintern Abbey, die einfach keiner missen darf, der je nach Tintern kommt. Absolut magisch. Magisch ist sowieso das Wort, das mir zu Tintern einfällt. Wunderschön am Wye gelegen, mit putzigen Häuschen und guten Pubs. Ein kurzer Abstecher nach Chepstow ins Museum, ein Abendessen im Moon and Sixpence in Tintern, und den Rest des Abends haben wir in der Luxussuite verbracht. Wir waren immer noch die einzigen Gäste, und da die B&B-Betreiber 2 Türen weiter wohnen, gehörte das Haus samt Badezimmer, Küche und Balkon uns. Wir haben auch außer Zahnbürsten alles gefunden, was man so braucht, vom Fön bis zur Rasierklinge. Vom Fenster konnte man die Abbey sehen sowie Schafe, Ponies und Esel auf der Wiese. Ich wollte überhaupt nicht mehr weg.

Nach einem habhaften Frühstück am nächsten Morgen (Full English ohne sausage und baked beans ist ertragbar) ging es dann weiter nach Monmouth, wo wir ein Castle entdeckten, von dem selbst die Einheimischen nichts wissen. Ist auch kein Wunder, es handelt sich um eine Ruine gleich neben dem Militärposten, und kann eigentlich nicht besichtigt werden. Dafür war die Monmouth Bridge sehr pittoresk, und John ging Enten füttern. Das prächtigste Castle war diesmal unglaublich gut ausgeschildert. Raglan Castle ist so gut erhalten, dass es eine echte Attraktion ist. Es kommt mit Wassergraben, hohen Türmen, Enten, die auf dem dichtbewachsenenen Seerosenteich eher laufen als paddeln, einer faulen rotweißgetigerten Katze im Schatten unter dem „Raglan Castle“ Schild und einer Landschaft, die wie gemalt aussieht. Naturgemäß habe ich die Kontrolle über meinen Fotoapparat verloren. Wales war in diesen zwei Tagen wie ausgestorben, aber hier waren tatsächlich ein paar Touris zu Gange. Da ich von Castles immer noch nicht genug hatte, sind wir weiter zu Eastnor Castle, was schon wieder England ist. Dummerweise hatte ich das leaflet nicht aufmerksam gelesen und so standen wir vor verschlossenen Toren – es öffnet nur im Juli und August jeden Tag, ansonsten nur am Wochenende und Bank Holidays! Na gut, wenn die unser Geld nicht brauchen… Dummerweise hatten wir dafür Goodrich Castle links liegengelassen, das offen gewesen wäre. Zurück wollten wir aber nicht, und so haben wir auf dem Rückweg in Gloucester Halt gemacht, um uns die Docks anzuschauen. Die waren ja ganz nett, aber viel mehr hat mich der 1.000 Seiten-Schmöker begeistert, den ich bei Oxfam für ganze 2 Pfund entdeckt habe. Die Kathedrale ist allerdings atemberaubend.

Es war aber schon 16 Uhr und wir waren nur noch fertig, also ging’s heimwärts.

Die Waschmaschine, die ich am Abend anschmiss, spielte plötzlich verrückt und weigerte sich weiterzuschleudern. War schon am Rand einer Krise, als John entdeckte, dass es daran lag, dass kein Wasser mehr aus den Hähnen kam. Er war schon dabei, Hilfe herbeizutelefonieren, als er sich vor den Kopf schlug: er hatte vor unserer Abfahrt das Wasser abgedreht und der Tank war nun leer. Das ist dem Witzbold noch zweimal innerhalb der nächsten Woche passiert, da er wegen Überschwemmungsgefahr nachts das Wasser abdreht. Und ich steh dann morgens in der Dusche und nichts passiert.

Wasserhähne sind hier sowieso gewöhnungsbedürftig. Die Temperaturregelung kann hier bis zu 5 Minuten dauern, bis man endlich den richtigen Mix aus den Hähnen gefunden hat. Der Trick besteht darin, beide Hähne aufzudrehen und dann den Heißwasserhahn vorsichtig runterzudrehen. Den Kaltwasserhahn mehr aufzudrehen bringt gar nichts. Das Stichwort ist „vorsichtig“. Hier ist millimetergenaue Präzision angebracht. Ein Ideechen zu weit, und man kriegt einen eiskalten Schwall ab. Ach, mit „power showers“, die das ganze Bad unter Wasser setzen, habe ich schon manche Auseinandersetzung gehabt, denn die sind einfach wankelmütig.

Am Mittwoch waren wir dann tatsächlich auf einer waschechten Auktion! John wollte mich immer schon zu einer mitnehmen, und er erzählte mir von einer mittwöchlichen allgemeinen Auktion in Birmingham. Als er da aber zur Sicherheit anrief, teilte man ihm mit, dass diese seit einer ganzen Weile bereits auf den Dienstag verschoben worden sei. Da war guter Rat teuer, aber ich hatte ihn. Die BBC Website, die sowieso vor lauter Auktions- und Bargainseiten überfließt, hat einen netten Link zu allen Auktionen im Lande. Einmal auf die Midlands geklickt, und siehe da, um 12 Uhr fängt eine Allgemeinauktion in Penkridge an, das ist in einer Stunde erreichbar. Genau richtig, da wir ja keine teuren Antiquitäten angucken oder kaufen wollten.

Das Auktionshaus war schon gerappelt voll, als wir ankamen, und wir haben den letzten Parkplatz vor dem Pub erwischt. Im Innenhof fand noch zusätzlich ein Markt statt mit allem möglichem. Nun bin ich vom englischen Fernsehen total schnieke Auktionshäuser gewöhnt mit Hunderten von Sitzen, jeder bekommt eine Bieternummer, und der Auktionator steht erhöht vor einem Rednerpult und haut den Hammer nach jeder erfolgreichen Bietaktion. Das hier war rund drei Nummern kleiner, es gab keine Sitze oder Bieternummern, und der Auktionator bewegte sich mit den Bietern im Raum herum von Auktionat zu Auktionat. Und die Dinge gingen weg für ein paar Pfund.

Wir waren an einem Kiefernbücherregal interessiert, da das aber die Lotnummer 267 oder so hatte, sind wir nochmal raus und über den Innenhofmarkt geschlendert. Eine Stunde hätten wir bestimmt, kalkulierten wir. Selbst der schnellste Auktionator kann doch Sachen nicht so schnell verhökern, oder? Eine Stunde und 10 Minuten später waren wir wieder im Auktionsraum – wo gerade Lotnummer 274 angeboten wurde. Mist. Da gingen Möbelstücke für 2 bis 3 Pfund weg! Ein Bieter, der einfach gewerblich sein mußte, hat ca. 50% des Angebots ersteigert, bei den Preisen auch kein Wunder. Der muß da Stammgast sein, der Auktionator kannte seinen Namen. „And the chest of drawers goes to Mr Merriman for 2 pounds!“ Sprachs und klopfte mit dem Stift an die Unterseite seines clipboardes, wohl als Ersatz für den Hammer. Mr Merriman ist aber immer sofort aus dem Rennen gegangen, sobald jemand anders ernsthaft Interesse zeigte, so dass ich tatsächlich ein Set von 3 Lampen für 3 Pfund ersteigern konnte. Eigentlich wollte ich nur eine davon, die anderen zwei waren häßlich, und mir war auch nicht klar, dass es sich um ein Set handelte, bis der Auktionator dies erwähnte. Aber sei’s drum, die anderen zwei werden eben auf dem Flohmarkt verhökert. Wie heißt es so schön: „One man’s rubbish is another man’s treasure.“ Einen Fernsehapparat für 14 Pfund haben wir auch noch erstanden, leider war die Bedienungsanleitung nicht dabei, und wir sind noch am rätseln, ob wir die richtige Fernbedienung mitbekommen haben. Es war auf alle Fälle ein hochinteressanter Tag, und ich würde wieder hingehen. Schnäppchenjagen war schon immer eins meiner Hobbies.

Am Sonntag dann sind wir zu einer Aufzeichnung von „Flog it!“ gegangen, was soviel heißt wie „Verhökere es!“ Die Show bietet kostenlose Schätzungen an von Antiquitäten oder Sammlerstücken etc. Wenn man also was zuhause rumstehen hat, von dem man nicht weiß, was es wert ist, kann man es da schätzen lassen. Die interessantesten Schätzungen werden aufgezeichnet, und sofern die Besitzer ihr Zeugs verkaufen wollen, wird es zu einer Auktion gebracht, und der Verkauf ebenfalls gefilmt. Unser Kram war nur ein paar Pfund wert, und wir wurden zu den 0815-Schätzern geschoben, die im Fernsehen nie zu sehen sind. Aber John wurde aus der Schlange herausgepickt, die am Anfang gefilmt wurde, wenn die Moderatorin mit den Armen fuchtelnd an der Menge vorbeigeht und irgendwas erzählt von wegen „These people have come here today to Birmingham to have their possessions valued“ und dann zoomt die Kamera auf John, der seine 70er-Jahre Gitarre Elvismäßig zupft. :)) In einem halben Jahr ist er also ein TV-Star, wenn das Ganze endlich ausgestrahlt wird.

Montag ging’s dann wieder nach London, und seitdem bin ich dabei, Jobangebote abzuklappern.

War eben in der Uni und habe die restlichen Bücher abgegeben, die ich seit Wochen horte. Eigentlich wollte ich sie ja einfach per Internet verlängern, da ich keine Lust hatte, bei dem Wetter vor die Tür zu gehen, aber da ich vor zwei Wochen die Verlängerungsfrist um einen Tag verpaßt habe und mir daher eine fine von 80p eingefangen habe, wird mir jetzt keine Verlängerung mehr gewährt, da nach deren Rechnung bereits ein neues Semester angefangen hat. Hätte ich die Bücher also heute nicht abgegeben oder die 80p nicht gezahlt, wäre die Strafe automatisch angestiegen. Ist eine interessante Auslegung von „fair“. Aber ich will mich nicht beschweren, die Bücher, die ich heute ausgeliehen habe, haben einen Stempel bis 15. Oktober, wohl wegen der Semesterferien. Im Unishop habe ich mir den Evening Standard gekauft und verwirrt auf all die ausgestellten Supplements geblickt. „Which one goes with today’s ES?“ frage ich. Das Mädel hinterm Tresen, das gelangweilter nicht sein könnte, kaute ihren Kaugummi und nuschelte: „Help yourself.“ And so I did. Home & Property von dieser und letzter Woche, Metrolife Magazine, ES Magazine, Wimbledon magazine… Jetzt gehe ich gerade einer meiner Lieblingsbeschäftigungen nach und versuche Preisauschreiben zu gewinnen. Einen Bentley vom Evening Standard, ein home entertainment kit von John Lewis, einen London Pass von Metro, a meal for four von der Wharf Zeitung – wo immer man nur ein Email schicken muss oder im Internet was ausfüllen – ich bin dabei. Und vielleicht gewinne ich ja dieses Haus …

http://www.thisislondon.co.uk/news/londonnews/articles/11514301?source=Metro
Europe’s laughing at us
By Suzy Austin, Metro
23 June 2004
We’re thoroughly unsexy, rude, narrow-minded and our food is rubbish.

But us Brits do have one thing going for us – we have the best sense of humour in Europe, according to our Continental cousins.

Thanks to exports such as Monty Python, Mr Bean and The Office, our fellow Europeans believe we are the funniest nation. We have also contributed most to the world.

But that’s where the compliments stop. They put our cuisine on a par with Belgium, the Czech Republic and Russia – very mediocre.

And they voted us the fourth most popular nation but also the fourth least liked. Six nations beat us on  s e x appeal.

But at least we do not live in Germany, the most unpopular nation and the rudest, or Belgium, which was the least s e x i e s t  nation and the worst performeroverall. And it would probably be no laughing matter living in Switzerland, which was voted the least funny country.

The findings come in a Reader’s Digest survey of 4,000 people in 19 EU states. London is Europe’s second favourite city, sharing the spot with Rome but behind Paris which everyone loved the most.

The magazine said the Mediterraneans came out as the Europeans the rest of the Continent liked the most. ‚It’s interesting how widespread national stereotypes are,‘ it added.

‚The Germans are the most efficient but least liked, the Dutch the most open-minded. As for Britain, the rest of Europe appears to view us as a nation of Mr Beans and Basil Fawlties.‘

Autor: Beate

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