Ein Esel alt geworden und auch grau,
die Lasten im Gebirg` nicht tragen konnte,
hoffte, daß man von dem Dienste ihn verschonte.
Doch seine Zukunft sah er nicht genau!
Die war aus Eigner-Sicht betrachtet,
da nun sein Tier wurd´ ihm zur Last,
recht sonnenklar. So wurde der Beschluß gefaßt,
ihn wegzugeben, damit man ihn schlachtet.
Und so ging auf diese Weise
zu einer Wurst in Form gepreßt,
verwertet bis auf einen Rest
er metamorphorisch auf die Reise.
Im Supermarkt in Deutschen Landen,
wo man Salami gerne ißt
weil man, was drin ist, schnell vergißt,
die Kunden somit Schlange standen.
Es wird verhüllt, in Darm gezwängt,
so manches Esel-Schicksal enden.
Man kann es drehen oder wenden,
dem Esel wär ´s nicht Wurst, wie er im Laden hängt!
Foto: © raphaela-c-naeger (Raphaela C. Näger) / http://www.pixelio.de
Autor: Hans Witteborg
HWitteborg@t-online.de
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