Zwei Mädchen suchen angestrengt
die Straße ab, was haben sie
verloren, das sie so bedrängt?
Den Ring der Seelenharmonie?
Nicht weit dahinter ältre Leute,
den Bürgersteig im strengen Auge.
Man fragt sich unwillkürlich heute,
wozu denn diese Suche tauge?
Drei junge Männer stehen dort,
wohl leere Kübel in der Hand.
Sie mustern vorgebeugt den Ort
und bücken sich zum Straßenrand.
Es nieselt, wieder nagt die Frage,
was treibt die Männer und die Frauen
bei diesem Wetter spät am Tage
auf grauen Straßenteer zu schauen?
Es ist die Sorge um das Tier
in Frosch- und Krötenwanderzeit.
Ich merke es und sage mir:
Ein Hoch auf solche Menschlichkeit!
Foto: © kerry3 / http://www.pixelio.de
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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4 Kommentare
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Hans Witteborg
11. April 2011 von 10:32 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Vergebens ich die Suche starte
nach Kröten in dem Portemonai,
sodaß ich ganz gespannt drauf warte,
ob ich sie bald bei mir noch seh!
Anonymous
12. April 2011 von 08:20 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Man müsste die Wanderung ein bisschen umlenken – in Richtung Geldbörse.
Ingo Baumgartner
12. April 2011 von 08:21 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Namen vergessen! .D
Edith Nebel
13. April 2011 von 17:06 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Inspiriert durch dieses Gedicht habe ich soeben einen Geldeingang mit der Überschrift “Krötenwanderung” bestätigt. Zum Glück wird der Empfänger nicht glauben, ich sei meschugge … er weiß es bereits.