Es drängt die Kröte einmal jährlich
die Sehnsucht hin zum Wiesenteich.
Solch Wanderschaft, nicht ungefährlich,
dient Zeugung und Geburt zugleich.
Im kalten Wasser angekommen
umfasst das Männchen einen Stein.
Es hat zu Unrecht angenommen,
das müsste eine Krötin sein.
Ein Tier beschallt mit vollen Backen,
sein Gegenüber, welcher Frust.
Es nützt kein Stupsen, Schieben, Zwacken,
das Rindenstück verweigert Lust.
Wie Sodom wird das Bibelfrommen
erscheinen, wie Gomorra auch.
Bedrängt wird alles, dann erklommen,
was aussieht wie ein Lurchenbauch.
Verwirrung herrscht im Laichgewässer,
zwei Weibchen hier, drei Männchen dort.
Der Fachmann aber weiß es besser:
So pflanzt man sich halt krötisch fort.
Methode hat das Sündenbabel
schon hängt die Perle an der Schnur.
Ein winzig kleiner Quappenschnabel
preist leis der Eltern Prozedur.
Foto: © elipa (Elisabeth Patzal) / http://www.pixelio.de
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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3 Kommentare
Heike Fischer
7. April 2011 von 01:58 (UTC 2)
So ein Quark hat die Menschheit nun wirklich nicht auch nich gebraucht *kopfschüttel*
Hans Witteborg
7. April 2011 von 11:00 (UTC 2)
Unverständnis für den Kommentar von Heike Fischer.
IB ist ein fantastischer Naturkundler und hat das sehr gut beobachtet.
Seine Verse sind ebenso Extraklasse!
Edith Nebel
7. April 2011 von 11:14 (UTC 2)
Ich seh das auch so, Herr Witteborg.
Allerdings hab ich auch Verständnis dafür, dass nicht jeder Mensch mit der Abbildung v*gelnder Kr*ten konfrontiert werden möchte.