Im Stadtpark lag ‚ne Menge Schnee,
und zugefroren war der See.
Die Mutter hier spazierenging,
an ihrem Arm die Tochter hing.
Da rief die Kleine laut und kläglich:
„Die Ente dort ist unbeweglich.
Die Flügel sind ihr festgefroren,
wenn niemand hilft, ist sie verloren!“
Bald formten Leute einen Kreis
und spähten wie gebannt auf’s Eis.
Voll Mitgefühl man sich besah
das arme Tier, dem Tode nah.
Es dauerte nicht lange mehr,
da kam herbei die Feuerwehr.
Man legte Leitern übers Eis,
es war mucksmäuschenstill und leis,
als einer dieser Helfer dann
war an der Ente nahe dran.
Er griff nun sehr beherzt nach ihr,
verschreckt flog da das scheue Tier
laut schnatternd ihm davon.
Der brave Mann, der lange schon
ganz müde war von seiner Pflicht,
verlor darauf das Gleichgewicht.
Das Eis zerbrach, er fiel sogleich
schwer wie ein Mühlstein in den Teich.
Die Ente sah in aller Ruh’
dem Drama aus der Ferne zu.
Wie konnte sie auch schließlich wissen,
dass man sie selbstlos und beflissen
vor dem Erfrieren retten wollte,
sie nicht gebraten werden sollte.
Foto: © sebthestrange / http://www.pixelio.de
Autor: Anne-Marie Zuther
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Bergfreunde
23. Januar 2011 von 11:13 (UTC 2)
Bambergerspitze – Bec de Mesdì…
Ich lese häufig Ihr Blog und finde es immer sehr interessant. Dachte, es sei an der Zeit, ich lasse Sie das mal wissen, machen sie weiter mit ihrer großartigen Arbeit…