Snowi, der Weihnachtswunder-Kater

Es war ein wunderschöner Wintertag, an den Bäumen war weißer Reif, die Sonne schien. Martina wollte noch an paar Kleinigkeiten für Weihnachten einkaufen. Sie zog sich die warmen Sachen an und verließ das Haus. Sie freute sich des Lebens, auch wenn sie sich vor kurzem von ihrem Mann getrennt hatte. Martina dachte, so einen schönen Tag müsste man mit jemanden teilen können.

Da hörte sie ein leises Maunzen, es war ein ganz dünnes Stimmchen, sie horchte wo der Laut herkam. Da war ein Parkplatz in der Nähe mit ein paar Sträuchern am Rand, je dichter sie kam, desto deutlicher hörte sie das Stimmchen und dann sah sie auch den kleinen Maunzer. Es war ein kleines schwarzes Katerchen, höchstens 4 Wochen alt.

Martina nahm ihn auf den Arm und der Kleine kuschelte sich gleich in ihre Handschuhe. Was soll ich denn mit dir machen mein Süßer, wenn ich dich mit nach Hause nehme, muss ich Futter und auch ein Katzenklo für dich kaufen. Aber wo soll ich dann so lange lassen?

Da sie noch nicht weit von zu Hause weg war und sie wusste, dass ihre Nachbarin 2 Katzen hat ist sie erst mal dahin zurückgegangen. Die Nachbarin war auch da und hatte sogar noch ein Katzenklo und eine Dose Futter übrig. Sie bot sich auch an, auf den Kleinen solange aufzupassen, bis Martina ihre Einkäufe erledigt hat. Also kaufte Martina ein.

So schnell war sie noch nie fertig! Und dann flitzte sie zurück zu ihrer Wohnung. Die Nachbarin, die Gabi hieß, erzählte auch gleich, dass der Kater schon aufs Klo gegangen sei und sich den Bauch mit Futter voll geschlagen habe. Sie gab ihr noch ein paar Tipps und ging wieder in ihre Wohnung.

Martina nahm das Kerlchen auf den Schoß und streichelte ihn. Er fing an zu schnurren und schlief ein. Sie mochte sich gar nicht rühren, es war so ein süßes Bild. Dann überlegte sie wie sie den Kleinen nennen sollte und da sie ihn im Schnee gefunden hatte, dachte Martina, dass „Snowi“ der richtige Name für ihn sei.

Snowi gewöhnte sich auch sehr schnell ein, er stellte zwar eine Menge Unfug an, aber er war ja auch noch ein kleiner Welpe, der nicht viel von Erziehung gehört hatte. Martina hatte ihn so schnell in ihr Herz geschlossen und wollte ohne den kleinen Kater auch nicht mehr sein.

Dann kam der heilige Abend, Martina hatte ihren neuen Freund zum Essen eingeladen. Er kam mit einem mickrigen Blumenstrauß an. Martina lies ihn in die Wohnung, wo auch Snowi war. Der Mann sah den Kater und hatte gleich schlechte Laune. Er sagte zu Martina, dass er auf keinem Fall mit dem Kater in einem Raum sein kann, da er eine schlimme Katzenallergie habe.

Martina sperrte das Katerchen für ein paar Minuten ins Schlafzimmer. Sie unterhielten sich eine Weile und irgendwie merkte Martina, dass ihr neuer Freund total ichbezogen war. Er erzählte nur immer wie toll er war, was er alles konnte, und wenn sie etwas sagen wollte, fiel er ihr immer wieder ins Wort.

Langsam machte sie das ärgerlich und deshalb sagte sie auf einmal erschrocken:
„Jetzt haben wir die ganze Zeit geredet und ich muss mich schnell fertig machen!“
Der junge Mann war ziemlich ärgerlich und meinte: „Na, unter diesen Umständen werde ich mal lieber gehen. Ach, und noch etwas: Wenn wir gute Freunde werden wollen, musst du aber die Katze weggeben!“
Da sagte Martina ganz energisch: „Das kommt überhaupt nicht in Frage! Dann ist es doch besser, wir sehen uns nicht wieder.“

Der Typ verschwand und nahm auch noch seine Blumen wieder mit. Martina dachte, na auf so einen Idioten kann ich gerne verzichten.

Auf einmal klingelte es an der Tür, Martina machte auf und draußen stand ein sympathischer junger Mann und hatte doch tatsächlich ihren kleinen Kater im Arm. Der junge Mann stellte sich als Sven vor und hatte den Kater vor der Haustür gefunden. Er musste wohl aus dem Schlafzimmerfenster gegrabbelt sein.

Martina bat Sven herein und bot ihm ein Glas Wein an. Der junge Mann sagte: „Aber sehr gerne. Ich muss nur noch meiner Schwester sagen, dass ich später komme.“ Sie war die Nachbarin von Martina. So wurde es noch ein besonders schönes Weihnachtsfest. Und als ein Jahr vergangen war, heirateten Sven und Martina.

Foto: © sabivi (V.Richter) / http://www.pixelio.de

Autor: Gisela Kurfürst-Meins
gisela.meins@gmx.de

*****

Eigene Beiträge einreichen? Mailen Sie Texte und Bilder an feedback@tiergeschichten.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.tiergeschichten.de/2010/12/17/snowi-der-weihnachtswunder-kater/

1 Kommentar

  1. Ich hatte eine Katze. Und es gab mir Allergien. Aber dann einer meiner Freunde erzählte mir von dieser Seite. Und ich mit dieser Website Behörden über meine Probleme angehört. Und nachdem ich diese Buch zu verwenden, war ich. Erholte sich vollständig Katzenallergie

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.