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Fritz Rubin

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Der Amselvater

Wieder war ein Planschen unter´ m Fenster da,
hör´ ich recht, es stimmt, ich sage “Ja”,
ganz leise hab´ ich es vernommen,
die Amselmutter ist nochmal zurückgekommen!

So dachte ich und ging, zu seh´ n,
ob sie wird im Trinknapf wieder steh´ n,
doch weit gefehlt, sie war es nicht,
ich dacht´ für mich, bist du noch dicht?

Ein schwarzer Federball saß nun an diesem Ort
und putzte sich in einem fort,
das Wasser perlte ihm von dem Gefieder,
die Vogelschar sang dazu ihre Liebeslieder!

Er sprang heraus, er sprang hinein,
wie schön muss doch das Planschen sein,
den gelben Schnabel unter die Federn gesteckt,
die Lebensgeister waren wohl wieder geweckt.

Es war der Amselvater, das nahm ich nun an,
er war wohl auch mal zum Baden dran,
er saß einen Moment ganz still und schaute zu mir,
dann flog er auf und davon, ganz sicher zu ihr.

Mach´ s gut, du gelbschnab´ liger Badegast,
es freut mich, dass du bei uns gebadet hast,
ich lass´ euch in Ruh`, schau´ nur eurem Treiben zu,
ihr seid meine Freunde, dein Kinder, deine Frau und du!

Foto: © uwest (Uwe Steinbrich) / http://www.pixelio.de

Autor: Fritz Rubin 19. Mai 2003, Othfresen
http://www.fritzrubin.de

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