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Rosmaringo

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Im Schönramer Filz

Kein Wellchen raut den blauen Spiegel,
so sind die Bilder lupenklar.
Im Inselreich der Seggenigel
schwebt spinngewebtes Silberhaar.

Durch Schilfgestrüpp am Ufer schimmert
der Birkenstämme Rindenweiß.
Das Nadeldicht der Föhren flimmert,
ein Wasserläufer tanzt im Kreis.

Der Bekassinen Lieder brechen
die Stille dieser eignen Welt.
Wo nachts die Torfgespenster zechen,
wird Fröschen nun der Tisch bestellt.

Der Wanderer sieht Pfeile flitzen,
Libellen sind’s auf Fliegenjagd.
Auf Altholz scheint ein Gnom zu sitzen,
doch ist’s die Unke, die dort klagt.

Die Sinne richten Wirklichkeiten
mit Fantasie zum Märchen an.
Wo Hexen Nebelstreifen reiten,
ist Nachschau immer wohl getan.

Foto: Marek Szczepanek. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext.

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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