Winterruhe

Des Salamanders Blut fließt ohne Eile,
von Tag zu Tag weicht Lebensenergie.
Es dauert nur noch eine kurze Weile,
dann folgt der Schlaf in halber Agonie.

Im Wurzelreich der Buche liegt die Kammer,
die Obdach für den Todesgleichen bietet.
So greift ihn nicht des Frostes kalte Klammer,
gefährdet ist er wohl, doch auch behütet.

Die Frühjahrssonne sendet milde Grüße,
das Herz beginnt mit Eifer schnell zu schlagen.
Dann stapfen wieder zarte Fingerfüße
an hundertachtzig Salamandertagen.

Foto: © Templermeister / http://www.pixelio.de

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

*****

Eigene Beiträge einreichen? Mailen Sie Texte und Bilder an feedback@tiergeschichten.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.tiergeschichten.de/2010/11/11/winterruhe/

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.