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Fridolin und Co.

Eine lustige Erzählung, erlebt und aufgeschrieben von Marita Fuchs

Vorwort
Dieses Buch habe ich zusammen mit meiner Katze Silver geschrieben. Nicht, dass sie mir die Worte diktiert hat, aber sie hat mich tatkräftig unterstützt, indem sie den Bildschirm meines Computers beschmuste während ich schrieb, mit der Maus arbeitete und über die Tastatur lief. Meine Aufgabe war es, dieses Wirrwarr von Buchstaben und Zeichen zu sortieren und es mit meinen Ideen zu kombinieren.

üö,,htfffrdxbdxbbbbbbbbh iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiim55nnnnm —— meeeyyyyy ! mnnnnnnn 65eeeetw lkkkkkkkkkkkkkp +++ ########öökk7 treqqq bfykkmiau!

Sie hat mich sehr inspiriert und war eine große Hilfe.
Danke, Mäuschen!

Fridolin & Co
von Stubentigern und Wohnungswölfen

Als Fridolin im zarten Knabenalter mein Ohrläppchen entdeckte und anfing daran zu nuckeln, beide Vorderpfoten um meinen Hals gelegt, und dabei die Laute einer Taube abgebend, war ich hin- und weggerissen von so viel Zuneigung. Jetzt ist er 5 Jahre alt und nuckelt immer noch an meinem Ohrläppchen. Mit Taubengurren. Telefonieren ist mir dann untersagt, da vor lauter Kater kein Platz mehr für den Telefonhörer an meinem Ohr ist.

Ich sollte den Anrufbeantworter neu besprechen: Kann Ihren Anruf im Moment nicht entgegennehmen, da ich einen Kater am Ohr habe. Rufen Sie nach der Stillpause zurück.

Ich liebe Katzen, und meine Geschichten werden nur DIE Menschen verstehen, die wirkliche Katzenfreunde und – kenner sind. Alle Anderen sollten sich auf eine, für sie wohl unverständliche, Erzählung vom Zusammenleben mit liebenswerten Haustieren vorbereiten!

Katzen können ganz schön nerven!
– Sie kratzen an Tapeten,
– sie benutzen Blumentöpfe als Katzenklo,
– sie werfen sorgfältig ausgewählte Dekorationen um,
– sie benötigen den Platz einer Dogge um an der Seite ihrer Lieblingsperson die Nacht zu verbringen,
– sie schlafen mit Vorliebe auf frischgebügelter Wäsche und hinterlassen dabei eine flauschige Haaransammlung,
– sie wollen immer grade dann spielen, wenn man beschäftigt ist
– oder sie haben mitten in der Nacht Hunger und schnurren so laut am Ohr, dass man eh nicht schlafen kann und ihnen jeden Wunsch erfüllt, nur um Ruhe zu haben.

Meine zwei Katzen, Silver, genannt Mäuschen, und Fridolin, der Ohrlutscher, sind da natürlich eine Ausnahme. Sie sind einfach nur lieb. Eben so, wie man sich Katzen vorstellt.

Silver ist sehr sensibel und merkt sofort, wenn ich traurig bin oder schlechte Laune habe. Sie überhäuft mich dann mit Schmuseeinheiten. Fridolin merkt, wenn ich Rückenschmerzen habe und legt sich ganz eng an die schmerzende Stelle. Das tut gut! Schon meine Oma legte sich bei Rückenschmerzen ein Katzenfell in den Rücken, und ich habe eins, in dem die Katze noch drin ist. Ist doch genial, oder?

Auch mit meinen Gastkatzen habe ich Glück. Die meisten fühlen sich sehr wohl bei mir, und gewöhnen sich auch schnell an meinen ständig schlafenden schwarzen Riesenschnauzer/Labrador-Mischling Rasputin. Sie verbringen ihren Urlaub bei mir, während sich Herrchen und Frauchen in der Ferne von ihnen erholen. Davon möchte ich erzählen, von einem sehr turbulenten Sommer mit Fridolin und Co.

Einige meiner Gastkatzen haben besondere Bedürfnisse auf die ich mich natürlich einstelle. Da ist z.B. Kelly. Sie ist 2 Jahre alt und total überfüttert. Außerdem mag sie keine fremden Katzen. Sie faucht alle an und flüchtet ständig. Nur Rasputin beachtet sie einfach nicht, und er sie auch nicht. Sie hat keinen schönen Urlaub bei mir und wird zu ihrer eigenen Sicherheit nachts im Badezimmer untergebracht. Die Tür muß ich abschließen, da Fridolin sonst ständig nachsieht, ob sie in ihrem Körbchen ist. Fridolin macht alle Türen auf, er mag keine geschlossen Räume.

Freddy ist ein Prachtexemplar von Kater, ruhig, verschmust und sehr groß. Tagsüber ist er ein sehr angenehmer Gast, welches sich allerdings ändert, sobald es Abend wird. Aber dazu später mehr …

In der Zeit, als diese Zwei zu Gast waren, zog ich grade ein Katzenbaby auf. Ich hatte sie Cheyenne getauft. Es wäre schön gewesen, wenn Silver die Erziehung übernommen hätte, (sie macht so etwas nämlich gerne und gut!). Aber dieses kleine Miniraubtier orientierte sich lieber an Fridolin. Er zerfetzte mit Cheyenne’s Hilfe Zeitungen, räumte die Wohnung etwas um und machte den ganzen Tag nur Unsinn. Silver saß meist machtlos daneben. Gegen soviel Power kam sie nicht an.

Meine Katzen sind nicht nachtaktiv, sondern schlafen friedlich irgendwo in meiner Nähe. Es sei denn, sie werden durch Gäste aus dem Rhythmus gebracht. Dann sind manche Nächte etwas anders.

Nächtliche Aktivitäten
Nachdem ich Kelly mit Futter, Leckerchen und Nachtleuchte ins Badezimmer verfrachtet habe (Tür abschließen, sonst geht Fridolin rein und Kelly kann nicht schlafen), Freddy unter dem Bett auf einer Decke schläft, Cheyenne sich satt in ihr Körbchen verzogen hat, Fridolin und Silver warten, dass ich endlich den Tag beende, Rasputin aufgestanden ist um im Schlafzimmer weiter zu schlafen, gehe ich ins Bett.

Sobald ich das Licht ausmache, steht Cheyenne auf um nachzusehen, ob Fridolin noch toben möchte. Nachdem dieser etwas an meinem Ohr genuckelt hat, möchte er.

Freddy wird auch wach und geht mal testen ob die Wohnungstür auch abgeschlossen ist. Er stellt sich dazu auf die Hinterbeine und betätigt Schlüsselbund und Klinke. Zwischendurch kratzt er an der Wand neben der Tür und gibt laute „Laß-Mich-Raus“-Geräusche von sich. Als er merkt,das die Tür nicht aufgeht,versucht er es am Fenster. Dabei besteigt er meine Blumentöpfe und kratzt sehr ausdauernd an der Fensterscheibe. Mit L-M-R-Geräuschen.

Fridolin und Cheyenne toben, Silver möchte schlafen, Kelly kann nicht schlafen und fragt, ob sie noch etwas rumfauchen darf, (darf sie nicht, denn ICH will schlafen! Basta!) Rasputin schläft, ihn bringt sowas nicht aus der Ruhe.

Silver wird aus Versehen von meinen Einschlafbewegungen aus dem Bett geworfen (sorry), Fridolin kommt kurz noch mal ohrlutschen, um dann gestärkt weiter zu toben, Silver bringt mir ihre Maus und beschmust mein Gesicht, Freddy schmeißt den 1. Blumentopf runter, ich stehe auf. Silver ist enttäuscht, wo sie doch grade so schön kuschelte, und Cheyenne freut sich und möchte noch etwas Futter.

Zuerst hebe ich aber den Blumentopf auf und platziere einige Pflanzen auf dem Küchentisch. 1. um meine Pflanzen zu retten, 2. damit Freddy am Fenster Platz zum Kratzen hat. Anschließend erkläre ich ihm, das er nicht raus kann. Dann gehe ich noch mal ins Bad. Das war ein Fehler, denn Kelly möchte jetzt Leckerchen und schmusen. Ok! Aber jetzt möchte ich endlich schlafen! Alle, die ins Bett wollen, mitkommen! (Aber außer mir will wohl keiner so recht.)

Fridolin kommt kurz ans Ohr, Silver bringt mir ihre Zweitmaus, Cheyenne rennt so laut wie eine ganze Elefantenherde durch die Wohnung, Fridolin verläßt mein Ohr und versucht Cheyenne zu fangen, Freddy bemüht sich die Fensterscheibe durchzukratzen, diesmal OHNE Blumentöpfe umzuwerfen, Kelly schläft, Rasputin sowieso, ICH NICHT! Aber ich versuche es.

Maus bringen, Gesicht beschmusen, Ohr lutschen, Schlüsselbund klappern, Elefanten in der Wohnung …
3:30 Uhr: Letzter Blick auf die Uhr.
7:30 Uhr: Habe mich im Schlaf ausversehen bewegt. Alle Katzen denken, ich würde endlich aufstehen. Fridolin sitzt rechts neben meinem Kopf und versucht mit seiner Pfote meine Augen zu öffnen. Ich drehe mich um, aber da sitzt Silver und beginnt meine Nase zu beschmusen. Das ist ja lieb gemeint (so brauche ich nie einen Wecker), aber ich bin noch sooo müde!!! Trotzdem stehe ich wohl besser auf. Vielleicht haben meine Lieben ja Hunger?

Nach der Raubtierfütterung verläßt Kelly zögernd und fauchend das Badezimmer um unter dem Bett zu verschwinden, Cheyenne legt sich zufrieden in ihr Bettchen, und Freddy, Fridolin und Silver ziehen sich in irgendwelche Ecken zurück. Wir hatten schließlich eine ganz normale Nacht. Rasputin ist auch aufgestanden um auf dem Sofa weiter zu schlafen.

Ein regelmäßiger Gast ist Kater Moritz. Er kam schon als Welpe und ist Fridolin‘s bester Freund. Moritz ist genau so alt wie Fridolin und farblich passen sie auch perfekt zusammen. Fridolin ist weiß mit schwarz, Moritz schwarz mit weiß. Wenn die Zwei sich spielend auf dem Fußboden kugeln, sieht man nur ein schwarzweißes Durcheinander. Ich betrachte Moritz nie als Gast, sondern als Zweitkater.

Er fand es anfangs grauenvoll, dass ich diese Räumlichkeiten auch bewohnte. Mit weit aufgerissen Augen starrte er mich an, wenn ich mal nicht ruhig auf dem Sofa saß, sondern mich frei bewegte. Diesen entsetzten Blick habe ich lange Zeit versucht, auf einem Foto festzuhalten. Leider ist es mir nie gelungen, da er nach einigen Schrecksekunden fluchtartig unter dem Bett verschwand. Jetzt ist es zu spät, da er mich nicht mehr als Eindringling empfindet. Schade (?).

Und dann ist da noch Odi ! Kater Odi ist taub, wie viele weiße Katzen. Er verträgt sich mit Hund und Katzen, kann sehr gut springen und hält sich daher mit Vorliebe auf den Oberschränken der Küche und auf dem Kleiderschrank auf. Oder er springt auf dem Spiegelschrank im Bad, von da balanciert er über die Duschkabine und springt auf die geöffnete Badezimmertür. Da hockt er dann und kann alles überblicken.

Vor seiner Ankunft sind daher folgende Sicherheitsvorkehrungen in der Wohnung zu treffen:
– Offenes Regal (Stauraum für Krempel) ausräumsicher machen.
– Kleines Regalbrett (dient der Verschönerung der Wohnung) entfernen, da es Odi‘s Gewicht nicht aushält.
– Auf dem Kleiderschrank und den Küchenschränken Schlafmöglichkeiten für Odi herrichten. – Das Bad zu einem gemütlichen Einzelzimmer umfunktionieren, da er es als Nachtquartier bevorzugt.
Alles Weitere ergibt sich, wenn er eingezogen ist. Ihm fällt ständig etwas Neues ein.

Ein weiteres Problem ist es, ihn zu finden, wenn er schläft. Er versteckt sich und kann ja leider nicht hören, wenn ich ihn rufe. Anfangs wäre ich nie auf die Idee gekommen, ihn auf dem Kleiderschrank zu suchen. Bis zu dem Tag, an dem ich ihn absolut nicht finden konnte. Alles habe ich abgesucht, sogar in den geschlossenen Küchenschränken habe ich nachgesehen. Kein Odi zu finden! Dann habe ich doch mal auf dem Kleiderschrank nachgesehen. Aber wie sollte er da raufgekommen sein???

Auf den ersten Blick fand ich ihn auch nicht. Ich räumte einige Sachen zur Seite, auch meine Reisetasche. Sie erschien mir etwas schwer, und siehe da, Odi lag darin und schlief. Der Reißverschluss der Tasche war nicht ganz zu gewesen, das hatte ihm zum Reinkriechen gereicht. Später habe ich auch beobachtet wie er auf den Schrank kam: Zwischen Schrank und Wand steht mein Bügelbrett, zusammengeklappt. Und daran hangelte er sich hoch. Nun wußte ich das auch!

Lara und Rasputin
Lara ist eine Schäferhündin und Rasputins beste Freundin. Da sie einige Jahre zu meiner Tierfamilie gehörte, möchte ich auch von ihr erzählen. Anfangs hatte ich Angst, sie würde meine Katzen fressen, aber im Laufe der Zeit erwies sich meine Vorsicht als unbegründet. Sie hatte ihre eigene Art mit Katzen umzugehen: Sie hütete und sortierte sie! Fridolin durfte ins Wohnzimmer und wurde abgeknabbert, Silver wurde, sobald sie den Versuch machte das Wohnzimmer zu betreten, sanft aber bestimmt zurück ins Schlafzimmer befördert. Allerdings entwickelte sie mit der Zeit einige clevere Tricks um Lara zu überlisten. So lag sie dann manchmal zu Lara‘s Erstaunen plötzlich in Rasputin‘s Körbchen.

Sumo, Odi, Moritz, Silver,Fridolin, Rasputin und Lara … oder ‚PENSION ÜBERBELEGT‘
Ich habe schon überlegt, ob ich in diesem Sommer mein Zelt draussen aufbauen und darin zu wohnen sollte, dann hätten meine Tiere mehr Platz in der Wohnung …

Im Sommer 2004 hatte ich Sumo, Odi und Moritz gleichzeitig bei mir zu Gast. Sumo habe ich noch nicht vorgestellt: Er war ein riesiger Kater. Als er zu seinen neuen Besitzern kam, wog er 14(!!!!)kg. Allerdings mit Transportbox. Er war etwas übergewichtig.

Sumo kam nur einmal zu mir, als seine Familie Urlaub machte. Moritz war sein bester Freund, da die Beiden Nachbarn waren. Er kannte zwar Hunde, war aber mit einem ständig schlafenden Rasputin und einer katzensortierenden Lara nicht so glücklich. Daher bekam er ein Einzelzimmer.

Für solche Fälle stelle ich meinen Gästen das Bad zur Verfügung. Wenn sie nicht all zu sehr fauchen und hauen und nicht nur auf dem Klodeckel schlafen, darf ich das Bad auch hin und wieder benutzen … nach Absprache mit dem Gast. Die Tür bleibt natürlich offen, so das mein Gast nach Lust und Mut die ganze Wohnung nutzen kann. Normalerweise bewohnt Odi das Bad, aber da er schon des Öfteren bei mir war, DACHTE ich, er würde schon ein anderes Plätzchen zum Schlafen finden.

Sumo fauchte und knurrte im Korb auf der Waschmaschine. Er kannte ja ausser Moritz keinen seiner Mitbewohner. Odi kannte Moritz und Sumo nicht, und so habe ich die Gäste für die Nacht wie folgt verteilt: Silver zu Rasputin und Lara mit ins Schlafzimmer, Sumo in Einzelhaft ins Bad und die drei anderen Kater, Odi, Moritz und Fridolin, ins Wohnzimmer. Schlafzimmertür zu, Badezimmertür zu. Fridolin und Moritz konnten ungestört toben, Silver hatte ihre Ruhe, Sumo auch und Lara durfte schlafen, da sie nicht sortieren mußte.

So war es geplant. Leider fand Odi das nicht ok. Die Gerüche der fremden Kater ließen ihn nicht zur Ruhe kommen. Da er sich nicht durch Hören orientieren konnte und es trotz hochgezogenem Rollo ziemlich dunkel war, bekam er regelrechte Panikattacken.

Taube Kater miauen sehr laut, und meine Nachbarn konnten sicher auch nicht gut schlafen. Mehrmals habe ich mich ins Wohnzimmer begeben, immer zwei Hunde und eine Katze hinter der Tür wartend zurücklassend, um ihn zu beruhigen. Es war nicht möglich. Er hechelte und war einem Herzinfakt nahe. Also beschloss ich, eine Umsiedlung vorzunehmen.

Sumo fand es ja eigentlich sehr gemütlich und sicher im Bad, aber ich nahm meinen ganzen Mut zusammen um diesen fauchenden Riesenkater aus seinem Körbchen zu ziehen und ins Wohnzimmer zu befördern. Ich setzte ihn erstmal auf den Schrank. Da oben konnte er in Ruhe fauchen und eventuell auch schlafen. Moritz und Fridolin fanden das ok. Dann brachte ich Odi ins Bad. Langsam kam er zur Ruhe, von dem Fauchen und Toben im Wohnzimmer bekam er zum Glück ja nichts mit. Armer Odi.

Lara, Rasputin und Silver freuten sich, als ich wieder ins Bett kam.

WARUM ist nur nachts dieses Durcheinander, WARUM nicht tagsüber, wenn ich NICHT schlafen möchte …?

Ich erinnere mich noch gern an Sumo, den Riesenkater. Er hatte die Angewohnheit, alle Schränke zu öffnen. Mit Vorliebe machte er die Türen und Schubladen des Kleiderschranks auf. Die Schubladen räumte er dann sofort aus und verteilte Socken und Unterwäsche sorgfältig im Schlafzimmer. Waren erstmal die Schranktüren auf, kletterte er von einem Fach zum nächsten. Dabei landeten Pullover, Shirts, Jeans, Handtücher und was sonst noch so auf dem Weg nach oben störte, auch auf dem Boden.

Da ich den Schrank ständig neu einräumen musste, war er zeitweilig sehr ordentlich aufgeräumt.

Den Spaß habe ich Sumo aber dann verdorben, indem ich die Türen und Schubladen mit Stangen, die ich hinter die Griffe schob, sicherte. Zum Ausgleich bekam er einen Karton mit Decke in den Schrank unter der Kleiderstange.

Sumo lebt inzwischen nicht mehr. NEIN, er ist nicht geplatzt, sondern an einer Krankheit gestorben. Er wog übrigens nach seiner Entlassung aus seinem überfüllten Urlaubsdomizil nur noch ca 7,5 kg … ohne Box!!! Aber hatte er das alles während der Zeit bei mir abgenommen???????

Odi kommt nur noch, wenn er als einziger Gast bei mir Urlaub machen darf, oder wenn mit Sicherheit feststeht, das er das Bad als Einzelzimmer zur Verfügung hat.

Drei Gäste dürfen jederzeit kommen, auch unangemeldet: Freddy, der Schöne, Moritz, der Zweitkater und Sunshine, die Hübsche. Zu Sunshine komme ich später noch.

(Das wäre doch mal was, Odi, die Drei und meine Beiden … und der arme Rasputin.)

Ra-Ra-Rasputin…hat mit Katzen nix im Sinn …
Mein lieber, großer, schwarzer Rasputin … Er landete im Alter von 3 1/2 Jahren während meiner Tierschutzarbeit bei mir, nachdem mein Hund gestorben war und ich AUF GAR KEINEN FALL wieder einen Hund haben wollte. Aus Platzmangel. Nachdem ich ein halbes Jahr lang versucht habe, ein passendes Zuhause für ihn zu finden, habe ich ihn dann doch behalten. Er fällt auch kaum auf in meiner kleinen Wohnung, da er entweder in seinem Körbchen, auf dem Sofa oder in “seinem“Sessel liegt und schläft. Der Fussboden ist meist hundefrei. Also: Kleine Wohnung – großer Hund – kein Problem.

Für Rasputin sind Katzen Wesen, die eigentlich überflüssig sind. Sie liegen in seinem Körbchen, auf seinem Sessel und auf dem Sofa rum, und manchmal weiß er einfach nicht wohin. Er geht dann zur Tür und möchte sein Heim verlassen. Wenn er mich dann mit Mama-hilf-mir-Blick anschaut, quartiere ich die ein oder andere Katze um und er kann wieder ruhig schlafen … bis mal wieder eine Katze vorbeikommt und ihn so lange anschaut bis ihm unwohl wird und er ihr den Platz überlässt.

Es gibt sogar Katzen, vor denen er richtig Angst hat. Manche meiner Gastkatzen, kennen keine Hunde, oder nur solche, die hinter ihnen herjagen. Aber da Rasputin meist schläft, werden auch die ganz Vorsichtigen mutig, schleichen sich an den schlafenden Hund an und riechen mal so ein bisschen. Manchmal wird Rasputin davon wach und bewegt sich.
Katze faucht, Hund steht erschrocken auf, geht zur Tür und will sein Heim verlassen … Armer Rasputin.

Wenn mal so eine fauchende Katze mitten im Raum steht, weiß er auch nicht so recht wohin. Eng an Wände und Möbel gedrückt geht er dann ganz langsam in sein Körbchen …wenn es frei ist … oder aufs Sofa oder seinen Sessel. Nur weg vom Fußboden!!!! Wenn er keinen sicheren Platz findet, geht er zur Tür … Aber meist lassen die Katzen ihn in Ruhe, und er sie sowieso.

Jerry und Sunshine
Manchmal besucht uns auch Jerry. Er ist ein süßer, kleiner Hund, eine Mischung aus Pudel und Terrier und gehört meiner Nachbarin. Wenn sie mal länger weg ist, darf Jerry bei mir bleiben.Da er keine Katzen kannte, war ich anfangs etwas vorsichtig. Nicht das Fridolin ihm noch etwas tut!!!! Aber Fridolin war lieb … so lieb, das er Jerry sein Hinterteil darbot, mit hocherhobenem Schwanz. Dieses Angebot konnte Jerry unmöglich ausschlagen und begann, Fridolin zu besteigen. Na ja … das wäre eine Mischung geworden!!!! Aber Fridolin machte sich ein tolles Spiel daraus, indem er, immer wenn Jerry aufstieg, hinten runterging und nach vorne wegflutschte. Armer Jerry, immer wieder rutschte er runter. Es dauerte eine Weile bis es Jerry dann doch zu doof wurde. Dann eben nicht, Fridolin, selbst Schuld.

Da Jerry sogar die gerade mal 14 Tage alte Cheyenne toll fand und ganz lieb zu ihr war, beschloß sein Frauchen, ihm auch ein Katzenbaby zu schenken. So kam Sunshine, eine 3farbige, junge Katze dazu. Die Beiden sind inzwischen ein Herz und eine Seele, kuscheln und spielen miteinander. Einmal hatte ich beide bei mir zu Gast. Es waren sehr angenehme Gäste. (aber ich hab ja NUR angenehme Gäste)

Ich hatte in diesem Sommer noch einige Gastkatzen,aber so chaotisch ging es nicht mehr zu.

Im Sommer darauf wurde Fridolin krank und meine ‚Pension‘ blieb geschlossen. Odi bleibt in Zukunft in seiner vertrauten Umgebung, er wird jetzt zu hause versorgt, wenn seine Leute Urlaub machen. Freddy hat bei meiner Tochter seinen Urlaub verbracht. Sie könnte jetzt auch ein Buch schreiben. Lara ist mit Herrchen ausgezogen, und Cheyenne hat ein neues Zuhause gefunden und heißt jetzt “Lilly“!!!! Nachdem sie so viel von Fridolin gelernt hatte, haben ihre neuen Besitzer sehr viel Freude an ihr. Sie fehlt mir.

Jerry und Sunshine sind mit Frauchen verzogen. Moritz wird seinen Freund Fridolin bald wieder besuchen, aber Moritz ist ja kein Gast, er hat seinen zweiten Wohnsitz bei mir.

Ja … es ist sehr ruhig geworden … aber bald kommen wieder Gäste. Nach meinem Umzug in eine größere Wohnung habe ich jetzt auch gemütlich eingerichtete Katzenzimmer. Es wird meinen Gästen gefallen.

Ich liebe Katzen.

Autor: Marita Fuchs
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1 Kommentar

  1. Gisela Kurfürst-Meins

    Sehr schöne Geschichte, ich liebe auch Katzen über alles!
    VG G.K-M

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