Märchenhaft

Was regt sich dort im Farn versteckt?
War’s nicht ein Buckel, den ich blickte?
Ist’s Sonnenspiel, das frech mich neckt?
Ein Trugbild, das ein Faun mir schickte?

Ich sehe Rübezahl mit Zwergen,
vernehm Rapunzels Klagelieder.
Im dichten Unterholz verbergen
sich Gnome, gaffen Fratzen nieder.

Der Wolf, um Mädchen auszufragen,
verbirgt sich lüstern hinter Fichten.
Die Gänseliese hör ich klagen,
und Drosselbart das Zaumzeug richten.

Wo Hans und Grete Brösel streuen,
da feiern lautstark sieben Krähen.
Mich will der Waldweg nicht mehr freuen,
ein Waldkauz drängt mich, heim zu gehen.

Foto: © Schemmi http://www.pixelio.de

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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1 Kommentar

    • Hans Witteborg on 10. November 2010 at 14:49
    • Antworten

    Mich schauderts durch den Wald zu gehen,
    die Wurzen ist versprungen,
    um meine Ängste zu verdrängen,
    da hab ich laut gesungen!

    Ja, I.B. der Wald hat viele Gespenster!

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