Augen, glastrüb und erstarrt,
vor Gaffern schön eis-aufgebahrt,
mit Kiemen, noch fang-rosig frisch,
liegt er am Fischstand auf dem Tisch.
Für Tierschutz ist zu spät es nun,
er hat gelebt und starb als Thun.
Bevor er stinkt, da muss man eilen,
um zum Verkauf ihn zu zerteilen.
Vorbei die ganze Eleganz,
was übrig bleibt sind Kopf und Schwanz.
Ein freies Leben starb ratz-fatz –
und auch die Reste für die Katz.
Wer also glaubt die besten Happen
den anderen schnell wegzuschnappen,
mit gierigem Maul die Schnäppchen fängt,
ganz plötzlich an dem Haken hängt!
Er zappelt bang – ohne zu ruh´n,
so ähnlich ging es unserm Thun!
Foto: © timotheos (TiM Caspary) / http://www.pixelio.de
Autor: Hans Witteborg
HWitteborg@t-online.de
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2 Kommentare
Hans Witteborg
29. Oktober 2010 von 13:33 (UTC 2)
Ich finde es toll, wie sie immer wieder die passenden Bilder zu den Gedichten finden, das wertet das Ganze auf!
edithtg
31. Oktober 2010 von 12:41 (UTC 2)
Bildauswahl mach ich auch in meinem Job sehr gerne, obwohl ich da nur beratende Funktion habe und der jeweilige Graphiker das letzte Wort hat. Was vollkommen in Ordnung ist. (“Paragraph eins: Jeder macht seins.”)
Ohne unsere Bild-Lieferanten pixelio.de und – in Verzweiflungsfällen – Wikipedia wären wir nur halb so interessant, dessen bin ich mir bewusst.