Mit dem Kanu durch die Regenwälder Kameruns

Mit dem Kanu durch die Regenwälder Kameruns
Auszug aus einem Reisetagebuch

In einem LKW haben wir von Lomié aus die Fähre über den Dja erreicht, die bei dem niedrigen Wasserstand aber nicht verkehrt.

Der Fährmann, ein älterer intelligent wirkender Mann, rät von unserem Vorhaben ab. Ein Spanier sei vor nicht langer Zeit bei dem Versuch den Dja runterzufahren ertrunken. Dennoch lassen wir uns nicht abschrecken und beginnen mit den Vorbereitungen um loszufahren. Natürlich hat der Fahrer des LKW kein Wechselgeld. Wohl oder übel bezahle ich sechs DM zu viel. Ich sage der Fahrer soll dieses zusätzliche Geld Jean-Emile geben, der die Macheten hat schärfen lassen und uns bis hierher begleitete.

Natürlich haben die Schwarzen noch nie gesehen, wie ein Luftboot aufgepumpt wird und sehen uns interessiert beim Hantieren mit dem Fußblasebalg zu. Es dauert keine zehn Minuten bis wir die drei Luftkammern gefüllt und die Sitzbretter befestigt haben. Eigentlich wollten wir das Gepäck sorgfältig verstauen und gegen das Herausfallen in einer Stromschnelle festzurren. Aber die vielen Leute um uns herum, die alles anfassen wollen, lassen uns nicht die dafür notwendige Ruhe. Daher werfen wir Rucksäcke und Reisetasche einfach ins Boot, setzen die Stechpaddel zusammen und legen ab, wobei wir unseren schwarzen Zuschauern zum Abschied winken. Das Abenteuer Dja beginnt!

Sofort ziehen uns die roten Bäume in den Bann, die vereinzelt am Ufer aufragen. Wir rätseln zunächst ob ihre leuchtende Farbe auf Blüten oder Blätter zurückzuführen ist. Als wir abends unser Lager aufschlagen und einen der Bäume aus der Nähe inspizieren, stellen wir dann fest, daß es sein Laub ist, was die purpurrote Färbung bewirkt. Da es hier eine dreimonatige Trockenzeit gibt, verlieren einige Bäume ihre Blätter. Vielleicht ist die auffällige Farbe dieses Baumes so etwas wie die herbstliche Verfärbung der Laubbäume in Deutschland? Nur im immergrünen Regenwald, der direkt am Äquator wächst, sorgen die stets gleichmäßigen Niederschläge dafür, daß die Bäume nie kahl erscheinen.

Es herrscht wenig Strömung, so daß wir uns ziemlich ins Zeug legen müssen, um von der Stelle zu kommen. Die mittägliche Stille über dem Fluß wird nur manchmal durch das laute Kreischen von auffliegenden Hagedaschibissen unterbrochen.

Die herrlichen schwarzweißen Schreiseeadler, meine alten Bekannten aus dem Okavango-Delta, hören und sehen wir nur selten. Flußuferläufer und Schwalben, die sich hier als Wintergäste aufhalten, erinnern uns an Deutschland. Der krasse Gegensatz dazu sind die Hornvögel mit ihren mächtigen Schnäbeln, die wir ab und zu über den Fluß fliegen sehen. Einmal hören wir lautes Krachen in den Uferbäumen und entdecken nach einigem Suchen auch die Ursache: Ein Trupp der großen, mit ihrem schwarzweißen Fell ziemlich auffälligen Kolobusaffen zieht durch die Kronen. Das Laubwerk ist allerdings so dicht, daß wir nur selten einen Blick auf eines der Tiere erhaschen können. Wie viele Individuen zu dem Trupp gehören sehen wir nicht.

Mittlerweile brennt die fast senkrechte Sonne mit ungeheurer Kraft auf uns nieder. Selbst direkt am Ufer finden wir kaum Schatten. Leichtsinnigerweise sind wir in T-Shirt und kurzer Hose losgefahren. Um uns vor Verbrennungen zu schützen, legen wir an. Wir ziehen lange Hosen und langärmlige Hemden an, schmieren uns mit Sonnenmilch ein und tragen ab jetzt fast ständig unsere Hüte. Trotzdem ist es wichtig das Gesicht einzucremen, da die Sonnenstrahlen von der Wasseroberfläche reflektiert werden und die ungeschützte Haut leicht verbrennen können.

Während wir am Ufer sind besucht uns eine Piroge mit halbwüchsigen Mädchen und kleinen Jungen, die fischen wollen. Staunend betrachten sie unseren über fünf Meter messenden Schlauchkanadier. Ihr Boot ist lediglich ein roh ausgehöhlter Baumstamm mit dünnen Wänden. Nachdem wir etwa drei Stunden unterwegs sind, hören wir es deutlich rauschen. Die erste Stromschnelle, die der Fährmann nach 10 Kilometern in Aussicht gestellt hatte, liegt vor uns! Das Wasser wird immer schneller und der Fluß teilt sich in verschiedene Arme die ein Gewirr von Inseln umfließen. Wir haben uns vorgenommen Stromschnellen erst zu erkunden, aber solange noch keine Hindernisse auftauchen und wir noch rechtzeitig an Land gehen können, fahren wir weiter. Immer wieder müssen wir uns für einen der Arme entscheiden. Schließlich ist das Rauschen so laut, daß wir jeden Moment einen steilen Abfall erwarten. Mit einiger Mühe schaffen wir es am Ufer einer Insel anzulegen.

Ich bin mir bereits darüber bewußt, daß wir einen Fehler begangen haben. Wenn die Stromschnelle unpassierbar ist, können wir nicht gegen den Strom zurückfahren. Andererseits wäre es möglich, daß wir bei dem Versuch den Fluß zum Festland zu queren es nicht schaffen uns aus der Strömung zu lösen und in die Schnelle gespült werden. Das einzig Richtige an einer nicht einsehbaren Stromschnelle wäre, bevor sich der Fluß in mehrere Arme teilt, stur auf einer Uferseite zu bleiben, um wenn nötig, das Hindernis auf dem Festland umtragen zu können. Inseln können sich zu leicht als Fallen entpuppen!

Von Felsbrocken zu Felsbrocken springend, und zum Teil auch durch das Wasser watend, nähern wir uns der Schwelle, wo der Fluß über eine etwa zwei Meter hohe Stufe fällt. Wir tragen Sandalen, die speziell für den Wildwassereinsatz auf rutschigen Felsen gemacht wurden. Leider hilft ihr Profil auf dem glitschigen Untergrund uns nur wenig, und wir rutschen einige Male fast aus. Wir finden eine Route, über die wir das Boot durchs Wasser ziehen können, ohne das Gepäck auszuladen. Trotzdem ist das ein ziemlich anstrengendes Unternehmen, bei dem das Herz uns, wegen der ungewohnten Hitze, bis zum Hals schlägt.

Schließlich sind wir über die Stufe hinweg und gelangen mit dem Boot ohne Probleme an das andere Ufer. Um von der Strömung nicht so weit abgetrieben zu werden, paddeln wir dabei stromaufwärts.

Über den felsigen Strand gehen wir zum etwas höher gelegenen Ufer, wo wir einen halbwegs offenen Lagerplatz finden. Der Blick auf die Stromschnelle ist phantastisch. Mitten in der Strömung wachsen weiße, lilienartige Blumen.

Mit unseren Macheten, die trotz Schleifen ziemlich stumpf sind, beseitigen wir hinderndes Buschwerk. Clemens hat auch schon zwei geeignete Bäume entdeckt, um dazwischen Hängematte und Moskitonetz aufzuspannen. Ich will dagegen nur von einem Stück Moskitonetz geschützt im Boot übernachten. Um das zulässige Fluggepäck nicht zu überschreiten, haben wir unsere Ausrüstung so knapp wie möglich gehalten, und führen daher auch kein Zelt mit. Nach einiger Schlepperei ist der Lagerplatz soweit hergerichtet. Besonders ärgert mich ein 18 Kilo schwerer Sack Salz, den ich versehentlich in Lomié gekauft habe. Wir beschließen, daß wir den Großteil seines Inhalts nicht weiter mitschleppen. Da nähert sich von Stromabwärts ein Fischer mit seiner Piroge, der uns besucht. Wir unterhalten uns ein wenig auf Französisch und schenken ihm Salz, das hier ziemlich teuer ist. Clemens verbringt viel Zeit damit, unser Gepäck zu ordnen und in wasserdichte Säcke zu verstauen. Unterdessen versuche ich mit unserem kleinen Filter Trinkwasser zu erzeugen. Doch schon nach kurzer Zeit gebe ich auf. Es dauert zu lange und kostet zu viel Kraft, bis man nur einen Liter Flußwasser gefiltert hat. Und wir müssen viel trinken!

Wir entschließen uns das Wasser unbehandelt zu trinken und hoffen darauf, daß hier abseits von Siedlungen im sauerstoffreichen Wasser keine Krankheitserreger vorhanden sind. Obwohl es trocken ist, benötige ich Papier um unser Lagerfeuer anzuzünden. Wir kochen leichtgewichtige, gefriergetrocknete Nahrung, die wenig Kochzeit benötigt und durchaus wohlschmeckend ist.

Die schon um 18.30 Uhr untergehende Abendsonne läßt den kleinen Wasserfall, neben dem ein riesiges Spinnennetz in einem Baum hängt, in einem wunderschönen Licht erscheinen.

Stromschnelle bei Sonnenuntergang

Auch von den roten Bäumen wachsen einige in der Nähe unseres Lagers. Sobald es dunkel ist, lassen sich unzählige, sehr vielgestaltige Nachtschmetterlinge auf Handtüchern und Moskitonetzen nieder. Sie wollen sicher Wasser oder Salze aufnehmen. Mit dem Boot als Rückenlehne genießen wir die Nachtstimmung und träumen von den Abenteuern, die uns erwarten. Dschungelgeräusche hören wir allerdings kaum, weil die Stromschnelle alles übertönt.

Wir sitzen beim Frühstück aus schon in Deutschland portionsweise abgepacktem Müsli mit Milchpulver, als der kleine Fischer von gestern uns wieder besucht. Wir schenken ihm auch den Rest des Salzes, ahnen aber noch nicht, daß wir ihn viel später noch einmal treffen sollten. Clemens hat zwar zahlreiche Teebeutel mitgenommen, bei der Wärme können wir aber gut auf Tee verzichten. Heute verschnüren wir unser in den wasserdichten Säcken verpacktes Gepäck sorgfältig im Boot, damit es bei einer Kenterung nicht rausfallen kann. So benötigen wir fast zwei Stunden bis wir startklar sind. Das ist eigentlich ungünstig, denn man sollte die noch etwas kühleren Morgenstunden zum Paddeln ausnutzen.

Hinter der Stromschnelle fließt der Strom zunächst ruhig weiter. Dennoch ist die Szenerie mit den saftig grün bewachsenen Uferhängen und den dahinter aufsteigenden Bergen phantastisch. Immer wieder passieren wir Inseln. Auf einer sehen wir Menschen am Ufer stehen. Es ist ein Fischer mit zwei Töchtern, die hier in einer laubgedeckten Hütte leben. Er beklagt sich über die vielen Moskitos, mit denen wir in unserem Lager aber kein Problem hatten. Allerdings bieten die kleinen, vom Hochwasser zurückgebliebenen Tümpel gute Entwicklungsmöglichkeiten für die Quälgeister. Der Fischer erzählt, daß er häufig Büffel sieht.

Das Rauschen vor uns kündigt die nächste Stromschnelle an.

Stromschnelle des Dja

Diesmal legen wir rechtzeitig an, um die beste Durchfahrt zu erkunden. Der dichte Wald der kleinen Insel ist von Wildwechseln durchzogen und wir sehen viele frische „Kuhfladen“. Vor nicht allzu langer Zeit waren Büffel hier! Die Schnelle erscheint befahrbar und wir gehen zurück zum Boot. Wir wollen gerade einsteigen, da sehe ich am anderen, etwa 200 Meter entferntem Ufer eine Bewegung. Dort steht tatsächlich ein mächtiger, roter Büffelbulle und glotzt zu uns herüber. Er ist kleiner als seine schwarzen Vettern, die Kaffernbüffel, welche ich ja aus den Savannen Ost- und Südafrikas gut kenne. Mit seinen wenig gebogenen Hörnern sieht er aber sehr eindrucksvoll aus. Offenbar steht der Wind günstig, so daß er uns nicht wittern kann. Unsere Geräusche gehen im Rauschen des Wassers unter, und sein Sehsinn ist nicht sehr ausgeprägt. Er weiß, daß da etwas am anderen Ufer steht, kann es aber nicht einordnen. Daher sieht er unschlüssig zu uns herüber. Für einen Safarijäger wäre das eine gute Möglichkeit zu Schuß zu kommen, weil sich die Büffel ansonsten immer im dichten Wald bewegen. Schließlich verschwindet der Bulle wieder im Dickicht.

Den ersten Teil der Stromschnelle durchfahren wir ohne Probleme. Besonders wichtig ist dabei die Koordination zwischen Vorder- und Hintermann. Obwohl wir noch nie zusammen durch Wildwasser gefahren sind, kommen wir durch, ohne die dunklen Felsen zu streifen.

Vor der nächsten Schnelle, die bald darauf folgt, wählen wir einen Seitenarm. Das entpuppt sich als Fehler. Bald haben wir so wenig Wasser unter dem Boot, daß der Boden ständig über Steine scheuert. Schließlich steigen wir aus und ziehen den Kanadier mühsam durch das flache, von zahlreichen dunklen Felsblöcken durchsetzte Wasser. Trotz des niedrigen Pegels weist es eine rasche Strömung auf. Nach einer letzten Kraftanstrengung, bei der wir das Boot teilweise tragen, haben wir diesen Teil der Stromschnelle hinter uns.

Wir haben uns offenbar schon etwas akklimatisiert, denn der Kreislauf spielt nicht so verrückt wie gestern. Als wir uns für einen Augenblick ausruhen, steht am anderen Ufer tatsächlich wieder der Büffel!

Nachdem er sich nach der ersten Begegnung ohne große Eile verzogen hat, ist er uns offenbar gefolgt und gibt nun seiner Neugierde nach, da er noch immer nicht weiß, was sich da bewegt. Schließlich wird er aber wohl doch mißtrauisch und verschwindet nach fünf Minuten im Wald. Aufgrund unserer bisherigen guten Erfahrungen mit dem Wildwasser fahren wir auch schon mal durch Abschnitte die wir nicht richtig einsehen können. Der Wechsel von ruhigem Wasser, Inseln, Bergen und Stromschnellen macht den Fluß sehr interessant.

Um die Mittagszeit verbringen wir eine zweistündige Rast im Schatten des Waldes. Wir kochen auf unserem Spirituskocher, da wir nicht extra ein Feuer entzünden wollen.

Bald danach ereilt uns ein Mißgeschick: Direkt am Ufer wächst ein Strauch mit schönen, margaritenähnlichen Blüten. Wir halten zum fotografieren an einem Felsen im flachen Uferwasser. Als erstes mache ich mit meiner Kleinbildkamera ein Bild. Dann ist Clemens dran. Leider wird daraus nichts, denn der Fotoapparat fällt ihm ohne ersichtliche Ursache aus der Hand ins Wasser! Zwar kann er ihn wieder heraus fischen, aber durch das eingedrungene Wasser ist die Kamera von nun an unbrauchbar. Daher fotografieren wir jetzt abwechselnd mit meinem Apparat. Clemens erträgt sein Pech tapfer ohne zu fluchen, was ja auch sowieso nichts nützen würde.

Kurz danach hören wir vor einer kleinen Stromschnelle ein lautes Platschen. Keine Frage, das war ein Krokodil, das sich von den Uferfelsen blitzschnell ins Wasser gestürzt hat! Wir sehen zu, daß wir an der entgegensetzten Seite die Schnelle passieren, denn wir haben keine Lust in Gegenwart des Reptils zu kentern. Zwar hatten wir damit gerechnet, daß es hier Krokodile gibt, aber die plötzliche Begegnung überraschte uns doch ziemlich. Ich habe davon gelesen, daß Krokodile Boote angegriffen haben, aber ich vertraue darauf, daß sie hier, wohin noch Fischer kommen, relativ scheu sind und das Boot nicht attackieren. Schließlich hatten wir ja auch im Okavango-Delta keine Probleme mit den Reptilien.

Wir fahren jetzt wieder längere Zeit durch einen ruhigen Abschnitt, wo der Fluß breit dahin strömt.

Etliche der Bäume an den Uferhängen haben ihr Laub abgeworfen. Manchmal sehen wir einen weißen Reiher oder einen Flug Graupapageien, deren melodische Rufe unverwechselbar sind. Vor der nächsten Stromschnelle schlagen wir auf einer kleinen Insel unser Lager auf. Der Platz ist unheimlich malerisch gelegen, in dem von kleinen Wasserläufen umflossenem Inselgewirr. Nach der Karte im Maßstab 1: 200 000, die wir schon in Deutschland über eine geographische Buchhandlung besorgt hatten, sind wir heute, trotz des mühseligen Umtragens an einigen Stromschnellen, gut vorangekommen. Allerdings kennen wir unseren genauen Standort nicht, weil wir das Kartenblatt für den ersten Flußabschnitt nach der Fähre nicht haben. Ein Baum auf der Insel wird von einer mächtigen Feige umschlungen und ist schon fast abgestorben. Nachts wird unser 5 Liter fassender, sehr praktischer Wassersack, den wir an einem Baum aufgehängt haben, von Hunderten von Nachtfaltern belagert. Manche haben rot scheinende Augen.

Nachtfalter

Als ich schlafen will, gefällt mir die Insektenpracht allerdings nicht mehr ganz so. Nachdem ich zum pinkeln meinen Schlafplatz im Boot verlassen habe, gelingt es mir nicht das Moskitonetz über mir zu schließen. Zwar gibt es hier kein Mückenproblem, aber das ständige Flattern der Schmetterlinge und anderer fliegender Insekten, die unter das Netz gekrochen sind und nun einen Ausgang suchen, stört mich doch sehr. Beim Aufstehen müssen wir unsere Stirnlampen gar nicht einsetzen, denn das Licht des Vollmonds erhellt den Fluß und seine Umgebung.

Am nächsten Morgen geht es weiter durch abwechslungsreiche Stromabschnitte. In dem Gewirr der Inseln und vielen sich gabelnden Wasserläufen wissen wir häufig nicht, ob wir uns gerade am Rand des Festlandes oder einer Insel bewegen. Wir sind inzwischen schon viel mutiger im Umgang mit den Stromschnellen geworden. Oft gehen wir nicht mehr an Land, um die beste Durchfahrt zu finden, sondern bewegen uns unter ständigem Rückwärtspaddeln langsam auf das Hindernis zu, so daß wir gegebenenfalls immer noch anlegen können. Wir wechseln jeden Tag die Position, mal sitzt der eine vorne, mal der andere.

Dann hören wir wieder lautes Rauschen, was auf mehr als die üblichen Turbulenzen hinweist. Durch vorsichtiges Manövrieren gelangen wir bis an die Schwelle eines wieder etwa zwei Meter hohen Wasserfalles. Diese Höhe ist zwar an sich ziemlich gering, aber durch die großen Wassermassen des breiten Flusses klingt das Rauschen ziemlich bedrohlich. Die Farbkontraste an manchen Stellen sind phantastisch: Satter grüner Wald aus dem einzelne knallrote Kronen ragen, weiße Gischt und blauer Himmel, der allerdings meist etwas dunstgetrübt ist.

Autor: Gerald Klamer
http://www.junglerivers.de

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