Gefangen bist du Fink
in deinem Käfig.
Gefangen, weil du dich
nicht selbst befreist.
Du siehst den Spalt
der offnen Käfigtür
und blinzelst schläfrig,
wenn du es später nur
nicht mal bereust.
Die Freiheit sieht dich an
durch enge Gitterstangen
du hüpfst und trippelst
her und hin,
die Angst vor Neuem
hält dich wohl gefangen
und Flügel, die dich tragen
geben keinen Sinn.
So hockst du denn in deiner Enge
versorgt, vermeintlich wohl beschützt.
Es fragt sich nur,
ob dir der Käfig nützt,
wenn einer Katz´
das Öffnen mal gelänge!
Foto: © gabisch (Gabi Schoenemann) / http://www.pixelio.de
Autor: Hans Witteborg
HWitteborg@t-online.de
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