Das Gleichgewicht in der Natur – gestört.
Bedroht ist wohl der Singvogel-Bestand.
Weil der Gesang der Lerche nur vereinzelt wird gehört,
man auch den Schuldigen schnell fand:
die Rabenkrähe, deren schwarzes Kleid
seit langem schon als Unsympath verschrien,
ihr Krächzen und die Vielzahl ist man leid,
auch hat man ihr den Hunger nicht verziehen.
Wie schön, wenn man die Schuldigen ertappt
und eignes Fehlverhalten so vertuschen kann,
wenn man die Lebensräume niedermäht und Hecken kappt
und mit dem Finger zeigt auf andre dann!
Uns Jägern bleibt so nur das Regulieren,
das Ausmaß übermäßiger Vermehrung einzuschränken,
mir wär es lieb, das müsste nicht passieren,
so würd´ man uns als Vogelmörder auch nicht kränken.
In der Natur ist jedem Tier ein Auftrag zugeteilt.
Es sind die Menschen, die dies Gleichgewicht zerstören.
Wenn die Natur sich nicht mehr selber heilt,
dann wird man häufiger noch Flintenschüsse hören.
Foto: © DominoXL / (Kurt F. Domnik) / http://www.pixelio.de
Autor: Hans Witteborg
HWitteborg@t-online.de
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