Räder drücken, quetschen, jäten,
halten Spuren blumenfrei.
Wege werden fest getreten,
alles Grüne darbt dabei.
Felder dulden freilich Pflanzen,
ausgesucht zu reichem Nutz.
Monotone Ährenlanzen,
Roggen, Gerste, Kukuruz.
Doch dazwischen, welches Leben,
kunterbuntes Farbenspiel.
Käfertanzplatz, gleich daneben
Falterei am Blätterstiel.
Grillen stimmen Violinen,
Heupferd hüpft im Takt dazu.
Drängelei der Honigbienen
an der Bar zur Nektarruh.
Lässt der Mensch die Zügel schleifen,
schenkt er Spielraum, freien Platz,
folgt ein schnelles Platzergreifen,
prassend aus dem Formenschatz.
Foto: © lens-flare (Steffen Göthling) / http://www.pixelio.de
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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1 Kommentar
edithtg
28. Juni 2010 von 05:56 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Das Wort “Kukuruz” für “Mais” befindet sich übrigens immer noch in meinem aktiven Wortschatz, auch wenn man es hier in der Region gar nicht kennt. Restbestände aus der Muttersprache.