Grimassen schneidet sie, die Buche,
vernarbter Astbruch, Rindenrisse,
zwei Augen schielen auf der Suche
nach Opfern für das Ungewisse.
Ein Gruselfest für Zweibeinwichte
versucht das Waldreich zu gestalten.
Der dunkle Tann lockt weg vom Lichte
und zaubert erste Sorgenfalten.
Ein Farn greift kitzelnd in den Nacken,
streift Arme, Beine, Rücken, Lenden,
drei tiefe Fichtenzweige packen
den Seelenbangen an den Händen.
Getrommel lässt der Schwarzspecht hören,
ein Reh verhofft, die Augen glänzen,
Ein Gnom verwebt, man könnte schwören,
das Weißdornlaub zu Trauerkränzen.
Du bist geneigt, laut aufzulachen,
Natur ist’s, nicht ein Schauermärchen.
Dein Unterarm sagt andre Sachen,
er redet durch gesträubte Härchen.
Foto: © marsie (Marvin Siefke) / http://www.pixelio.de
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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1 Kommentar
edithtg
5. Juni 2010 von 09:10 (UTC 2)
Nachdem ich’s am gestrigen Brückentag nicht mehr an den Computer geschafft habe – ich tendiere dazu, an einem freien Tag die liegengebliebene Arbeit von Monaten erledigen zu wollen – kommt der neue Beitrag eben heute.
Das Foto von der unheimlichen Katze wollte ich auch schon immer mal verwenden, seit ich es bei pixelio.de gesehen habe.