Mietegäste vier im Haus
hat die alte Buche:
Tief im Keller wohnt die Maus,
nagt am Hungertuche.
Stolz auf seinen roten Rock
und gesparten Samen,
sitzt ein Protz im ersten Stock;
Eichhorn ist sein Namen.
Weiter oben hat der Specht
seine Werkstatt liegen,
hackt und hämmert kunstgerecht,
dass die Späne fliegen.
Auf dem Wipfel im Geäst
pfeift ein winzig kleiner
Musikante froh im Nest.
Miete zahlt nicht einer.
Foto: © supremeDK1 (Daniel Korte) / http://www.pixelio.de
Autor: Rudolf Baumbach (1840-1905)
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2 Kommentare
edithtg
23. April 2010 von 05:10 (UTC 2)
Und die Kehrwoche machen sie auch nicht, fällt mir als schwäbischer Hausfrau dazu ein.
Ursula Geier
24. April 2010 von 02:54 (UTC 2)
Herrlich das mit der Kehrwoche, ich hasse diese Einrichtung, aber das Gedicht ist niedlich. Schönes Wochenende und Gruß
Uschi Geier