Kümmerlich, die Stadtplatane,
Ästelose Trauerfahne.
Glaubt der Gartenbaustylist,
Dass dies neue Mode ist?
Nun, der Baum wird Zweige treiben,
Schrecklich, würde er so bleiben.
Strünke auf den Salzachbänken
Würden selbst die Hunde kränken.
Diese sähen nie im Traum
Solch Beschnittenes als Baum.
Platzen würd die Dackelblas’.
Oh mein Gott, wer will denn das?
Foto: © Joujou / http://www.pixelio.de
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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3 Kommentare
edithtg
22. April 2010 von 05:04 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Na, hoffen wir für die Hunde, dass die so radikal gestutzten Bäume wengistens “untenrum” ihren Zweck erfüllen. Auch wenn sie “obenrum” für uns Menschen befremdlich ausschauen.
Ursula Geier
22. April 2010 von 10:20 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Wir haben auch so einen Baum hinter dem Haus, der tut mir echt leid und meinen Augen weh. Manchmal glaube ich, dass entweder ich spinne, oder die anderen. Ich habe mich für die anderen entschieden, denn mit meinen 71 Jahren fange ich doch nicht mehr das”Spinnen” an.Alles verhunzt der Mensch, jetzt sogar die Bäume, nicht zu glauben.
edithtg
26. April 2010 von 05:08 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Ich bin gestern auf dem Weg zu meiner Cousine an einem halben Dutzend derart zusammengstutzter Platanen vorbeigekommen. Ohne das Gedicht hätte ich vermutlich keinen zweiten Blick auf die “Baum-Ruinen” geworfen.
Ich glaube schon, dass die Leute, die sowas machen, Ahnung von ihrem Geschäft haben. Aber wir haben jetzt bald Mai. Wenn von den Platanen bis jetzt nur so “Moderne-Kunst”-Stumpen stehen, wann soll der Baum denn dann Zweige und Blätter bilden? Heuer doch wohl nimmer.