Die Abenteuer von Rex und Cimba

Als Rex, der Hund, zu uns kam, lebten wir gerade in Spanien. Wir, das waren ich, Cimba der Kater und mein Frauchen.

Nach verschiedenen missglückten Versuchen mit Hunden hatte Frauchen beschlossenm einen eigenen Hund zu besorgen. Der fand sich schnell bei einem Hundezüchter, der Deutsche Schäferhunde hatte.

In Deutschland war es ein Bernhardiner gewesen. Aber diese Hunde mochten keine Sonne, sie liebten eher den Schnee. Und so kam es, dass wir unseren Rex bekamen. Er hatte so einen Unschuldsblick drauf, dass man ihn einfach gern haben musste. Und keiner konnte so wie er seinen Kopf auf die Seite legen und nach rechts und links schauen, er hatte es faustdick hinter seinen Ohren, sagte Frauchen immer.

Unser Hund Rex hatte einen deutschen Vater und eine spanische Mutter, und er war ein echter Tollpatsch. Wir beide, Rex und ich, Cimba, liebten uns auf den allerersten Blick, und das blieb all die Jahre so.

Endlich hatten wir einen Hund der uns alle beschützte. Rex ließ keinen ins Haus. Egal wer es war, sie hatte alle einen Mordsrespekt vor diesem Hund. Und ich, Cimba, liebte Rex ganz besonders, er beschützte und er tröstete mich wenn ich einmal traurig war. Ich durfte sogar in seinem Hundekorb schlafen, wenn ich Angst hatte.

Manchmal streiften Rex und ich durch den Wald, der hinter unserem Haus lag und dann rannten wir beide bis wir ganz außer Atem waren.

Rex lehrte mich auch wie man sich tot stellt. Das fand ich besonders lustig, weil sogar unser Frauchen drauf reinfiel als ich es probierte. Aber dann wurde sie richtig böse, weil ich sie so erschreckt hatte und verbot mir es noch mal zu machen.

Mit Rex erlebte ich immer wieder neue Überraschungen, auch welche, die Frauchen gar nicht leiden konnte.

Einmal haben Rex und ich bei unseren Nachbarn einen frischen Kuchen mitgenommen der zum Auskühlen auf dem Tisch im Garten stand. Klar haben wir beide den Kuchen verputzt, er hat wunderbar geschmeckt. Das hat Frauchen auch verboten. Sie sagte, das sei gestohlen und stehlen dürfen wir nicht.

Ein anderes Mal lag ein großes Stück Fleisch auf dem Grill im Garten. Wir haben das eine Weile beobachtet, als keiner das Fleisch gegessen hat, nahmen wir es mit und dann verbuddelten wir es bei uns im Garten. Aber natürlich sah Frauchen das und schimpfte ganz arg mit uns. Und dabei hatten wir es doch nicht einmal gefressen, wieso wurde sie dann so böse?

Die Menschen sind manchmal echt merkwürdig und ärgern sich über Dinge die es nicht wert sind. Zum Glück waren Rex und ich der Cimba uns meistens einig, und oft mussten wir lachen, wenn sich die Menschen so aufregten, obwohl es nicht nötig wäre.

Nur einmal, da regte sogar ich mich auf, das war, als jemand bei uns über die Mauer sprang und ins Haus einbrechen wollte.

Ich hatte eine furchtbare Angst und zitterte richtig. Es regnete heftig und dazu blitzte und donnerte es noch. Rex bellte wie verrückt und fletschte die Zähne, und dann knurrte er auch noch ganz laut. Zum Glück hatte der Einbrecher auch Angst und rannte davon. Mein kleines Herz klopfte noch ganz lange wie wild und ich war so froh dass ich Rex den Hund als Schutz hatte. Die anderen Katzen beneideten mich um Rex und spotteten über mich, aber ich scherte mich nicht darum, ich war froh, dass es den Hund Rex gab und er mich beschützte.

Foto: © Karl-Heinz Liebisch / http://www.pixelio.de

Autor: Ursula Geier
UrsulaGeier@web.de
     
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1 Kommentar

  1. Liebe Frau Nebel
    danke für das schöne Bild, sieht aus wie mein Rex den es leider nicht mehr gibt. Auch mein Cimba ist nicht mehr bei uns. Lieben Dank und herzlichen Gruß
    Uschi Geier

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