Alles für die Katz

Alles für die Katz – auch so ein blöder Ausspruch, aber meistens trifft er genau den Kern der Sache. Ich könnte mich immer kringeln, wenn ich meinen Bekannten zuhöre, was sie denn alles im „Neuen Jahr“ anders und besser machen können, wollen und müssen. Ich kann mich da auch nicht ausschließen. Zuerst einmal abnehmen, jeden Tag mindestens 5 km laufen, sich mehr um den Mann, Partner oder Freunde kümmern. Ganz wichtig, „mit dem Rauchen aufhören“ und die Ernährung umstellen.

Im Grunde genommen sind das alles ganz einfache Dinge, und es ist gar nicht schwer, einige von ihnen in die Tat um zu setzen. Die guten Vorsätze sind da und der Wille ist übermächtig, nur mit der Umsetzung, da hapert es gewaltig. Und da wäre noch der innere Schweinehund zu überwinden. Der ist doch schuld, wenn es nicht funktioniert. Stänkert er doch rum und meint, das wäre alles absolut unnötig. Wie soll man es da schaffen, früh aus dem warmen Bett zu steigen um 5 km zu laufen, oder Karotten, statt einem dicken Butterbrot mit Schinken zu essen. Oder anstelle eines schönen Schweinbratens mit Knödeln Salatblätter mit Zitronensaft. Grrrr, schon der Gedanke daran lässt mich schaudern. Und wie soll sich bitte der Mensch abreagieren, wenn er sich nicht mehr an der Zigarette fest halten kann, das frage ich Sie?

Und deswegen mache ich mir im alten Jahr keine Gedanken mehr, was ich im Neuen Jahr besser machen könnte, denn der Frust ist mir viel zu groß, wenn ich es wieder einmal nicht geschafft habe. Ich erlaube mir, so zu leben, wie es mir gefällt, wenn ich es denn kann, solange ich hier unten verweile. Und da hilft mir ein Spruch der da lautet: „Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen!“ Und das ist schon schwerer als man es sich vorstellen kann.

Komm her, du „Neues Jahr“, und mach es besser, jetzt bist du mal dran …

Illustration: © pix2art / http://www.pixelio.de

Autor: Ursula Geier
UrsulaGeier@web.de
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2 Kommentare

  1. Ja, genau: Liebes neues Jahr, ich hätt’s heuer gern mal etwas ruhig und langweilig und nicht so aufregend und vor allem nicht so teuer wie in 2009. Was meinste? Wär‘ da was zu machen? 🙂

  2. So geht es mir auch, ich will Ruhe, etwas mehr Geld, und viel Gesundheit, nicht viel, aber das muß doch zu schaffen sein, packen wir es an.

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