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Mind the Gap 6b

Seit 2003 lebe ich in London. In einer Art Internet-Tagebuch habe ich Freunden und Bekannten in Deutschland in unregelmäßigen Abständen meine Erfahrungen und Erlebnisse geschildert. Dieser Beitrag ist ein Auszug daraus – und die Fortsetzung von „Mind the Gap 5“. Aus technischen Gründen und wegen der Lesbarkeit ist „Mind the Gap 6“ unterteilt in 6a bis 6c.

Foto: © NermoTorek (Nermo Torek)/ http://www.pixelio.de

März 2008 – Fortsetzung
Am Ostermontag gingen meine Freundin und ich in „Afrika! Afrika!“ für das ich es tatsächlich geschafft hatte, noch einmal kostenlose Karten zu ergattern, und am Abend ging sie noch zu St. Pauls für den Evensong. Jetzt glaubt sie, dass London total erschwinglich ist …

Am nächsten Morgen ging ich wieder ins Büro und sie flog von City Airport zurück nach Hause. Am Abend hatten wir dann schon wieder eine preview, aber Drillbit Taylor kann ich wirklich nicht empfehlen, was für ein Schwachsinn. Wenigstens hatte ich es an dem Tag geschafft, mit Hilfe meines Passes Geld über den Schalter von meinem Konto abzuheben.

Kaum waren die Feiertage vorüber, fing sich John einen heftigen Husten ein. Ich sagte, er solle sich einen Hustensaft kaufen, also ging er zur Apotheke, aber der nette Apotheker meinte, da ginge er besser mal zum Arzt, das höre sich gar nicht gut an. Die Ärztin verschrieb ihm Penicillin, sagte aber, er solle noch einen Tag oder zwei warten, um zu sehen, ob es nicht von selber besser wird. Was es auch tat. Warum verschrieb sie ihm dann überhaupt Antibiotikahämmer?? Meine Freundin emailte dann auch, dass sie eine fette Erkältung hätte, sie hat es wohl noch schlimmer erwischt. Wenn sich auch keiner beim dem eisigen Wetter richtig einmummelt! Wir hatten wirklich jedes Wetter über Ostern, Sonne, Regen, Wind, Hagel, Schnee …

Dann gab es am nächsten Tag gleich noch mehr schlechte Neuigkeiten: Constanze, meine Kollegin und gute Freundin, hat beschlossen, Ende Juni nach Deutschland zurückzukehren. Im Büro weiß es noch keiner, das wird noch lustig, vor allem, da ein Kollege aus ihrer Abteilung auch am nächsten Freitag geht – der geht nach Israel zurück.

Lisa, temp, Freundin und Constanzes Mitbewohnerin, geht ja auch am Freitag, wird aber im April noch meine und Constanzes Urlaubsvertretung übernehmen. Wenigstens bleibt sie in London, aber eine neue Mitbewohnerin wird sie sich auch in ein paar Monaten suchen müssen. Mann, wird das öde werden im Büro ohne Constanzes Gelächter, das man im ganzen Stockwerk hören kann …

P.S. Der Manta ist immer noch in Reparatur.

9. April 2008
Letzten Sonntag hat es geschneit wie verrückt! Richtig große Flocken, und es blieb sogar liegen! Die Nachbarn haben prompt einen kleinen Schneemann auf der Dachterrasse errichtet. Mittlerweile ist es etwas wärmer geworden, obwohl nicht viel.

Wir haben Premierekarten für “Fool’s Gold” gewonnen, morgen Abend am Leicester Square , Matthew McConaughey und Kate Hudson haben ihre Teilnahme angesagt. Meinte die Dame, bei der ich die Karten abholen muss: “The dress code is ‚Gold‘ (but don’t feel you have to go in gold if you don’t want to!)” Sagt John “You want me to wear a golden tie? Are you mad?”

Und der Manta, der “im Prinzip schon fertig ist, nur noch ein paar Kleinigkeiten”, wird wohl nicht mehr rechtzeitig vor unserem Urlaub fertig, da der Mechaniker, der es auch nicht fertigbringt, einen Kostenvoranschlag zu machen (“Hab ich dich jemals übers Ohr gehauen?”), nur ab und zu, wenn er Zeit hat, daran arbeitet. Dafür leiht er uns dann ein Auto für den Urlaub. Ich hoffe, er macht das kostenlos, sonst fließt Blut. Ist ja nicht unsere Schuld, dass er so langsam ist!

6. Juni 2008
Yorkshire war wunderschön, das Wetter war größtenteils gut, und wir haben unglaublich viel gesehen. Unser wunderhübsches B&B war in Thirsk, direkt gegenüber der alten Praxis von James Herriot (Der Doktor und das liebe Vieh), und hatte auch in jedem Zimmer eine Gesamtausgabe seiner Werke stehen. Fountains Abbey, Hall, Water Garden and Deer Park ist fantastisch, und Thorp Perrow Arboretum and Falconry ist auch sehr zu empfehlen.

Dann haben wir durch Zufall noch herausgefunden, dass “Heartbeat” in Goathland in den Yorkshire Moors gedreht wird, also haben wir dahin auch noch einen Ausflug gemacht und sind in einem hübschen Ort gelandet, dessen Hotel in der Serie das Aidenfields Arms Pub ist, was auch durch ein permanentes Schild an der Gebäudeseite sichtbar gemacht wird. Und Bernie Scripp’s Werkstatt mit den Autos aus den 60er Jahren steht genau gegenüber. Genial. Für das zweite Wochenende sind wir dann nach Scarborough an der Küste umgezogen, aber da hat es mir nicht so gefallen, es war ein typisches seaside resort, zugemüllt mit Bingohallen und Fish’n’chips Läden. Wir haben also den Ort selber links liegengelassen und sind die Kueste rauf- und runtergegondelt. Ein Hähepunkt war dann eine Wanderung von North Landing zum Leuchtturm am Flamborough Head, an den Felsen und bird spotters vorbei, die ganz wichtig mit ihren Ferngläsern Stellung bezogen hatten.

Die Woche danach fing dann schon wieder gut an, wir hatten Karten für eine preview von “Iron Man” für das Odeon Leicester Square gewonnen, das ueber 1600 Leute fasst und proppevoll war. Obwohl das ein Aktionfilm ist, fand ich ihn sehr gut, Robert Downey Jr. ist fantastisch in der Rolle, und am Schluss haben alle geklatscht. Kann ich also nur empfehlen!

Am Dienstag gingen wir dann in “God of Carnage”, ein Theaterstück mit Ralph Fiennes und Tamsin Greig, sehr gut gespielt. Susanne war ein paar Tage zu Besuch, und da ich da noch meine einmonatige kostenlose Mitgliedskarte von Taste London hatte, sind wir vorher zum Real Greek essen gegangen, wo dank der Karte alles die Hälfte gekostet hat.

Unser Mietvertrag läuft heute aus, wir haben einen neuen 12-monatigen Vertrag unterschrieben, aber die Miete sollte um £15 pro Woche hochgeschraubt werden. Daher habe ich also mit der Vermieterin am Telefon verhandelt und es tatsächlich geschafft, die Mieterhöhung herunterzuschrauben auf £10 pro Woche. Und einen Wasserzähler kriegen wir jetzt auch endlich, der spart uns nochmal £150 im Jahr. Ich verstehe ja, dass im momentanen “credit crunch” auch die mortgage Zinsen hochgegangen sind, aber unsere Sparzinsen sind heruntergegangen, so dass seine 6%-ige Erhöhung schon happig gewesen wäre. Und die Hauspreise fallen ja jetzt auch endlich mal.

“Where in the World is Osama Bin Laden?”, der neueste Dokufilm von Morgan Spurlock, kann ich empfehlen, auch “Caramel” ist sehr gut. “What Happens in Vegas” ist dafür schlimmster kommerzieller Kitsch, fürchterlich.

Am Samstag 18. Mai haben wir uns im Zug auf nach Brighton gemacht, da an dem Tag der London to Brighton Mini Run stattfand. Ein paar unserer Stuttgarter Freunde sind begeisterte Minifahrer und sind extra dafür ueber den Teich gegondelt. Es hat schon was, Hunderte von Minis aufgereiht am Brightoner Pier zu sehen, und noch dazu in strahlendem Sonnenschein. Und Haribo aus Deutschland mitgebracht zu kriegen.

Und dann bin ich doch glatt von einer Sekretärinnenzeitschrift zu einem Ducktours Event mit James Bond Thema eingeladen worden! Diese Ente ist ein amphibisches Fahrzeug, das sowohl zu Lande als auch zu Wasser fahren kann: http://www.londonducktours.co.uk/ Hinterher gab es sogar noch Canapes und Drinks in einer Bar. Es war klasse, aber das Fahrzeug war offen, so dass ich doch etwas fror.

Der Manta ist immer noch nicht repariert, kann man es glauben? Also mussten wir für Wales schon wieder ein Auto mieten. Llangollen ist in North Wales, direkt an der Grenze zu England, jeden Sommer wird dort das Musikfestival Eisteddfod veranstaltet. Der Ort hat sehr viel Charme, mitten durch fließen Stromschnellen, es gibt eine altmodische Zugstrecke mit dampfgetriebenen Zügen, und einen Kanal gibt es auch. Wir haben eine Tour mit dem narrow boat gemacht, das von einem Pferd gezogen wurde, und eine Tour mit einem motorisierten narrow boat, das uns über den Pontcysyllte Aquaduct fuhr. Sehr beeindruckend, und Gott sei Dank war an dem Tag schönes Wetter.

Wir hatten leider auch etwas Regen, und da wir die Snowdon Mountain Railway in Llanberis vorbestellen mussten, fiel dieser Ausflug leider auf genau den Tag, an dem die Sicht vom Berg gleich Null war. Der Zug sah aus wie ein Geisterzug, der aus de
m Nebel auftaucht! Die Pen y Ffrith Bird Gardens kann ich sehr empfehlen, die waren wunderschön. Die Pen y Bryn Falconry ist dagegen eine Abzocke, an dem Tag, an dem wir dort vorfuhren, gab es nur ein paar Farmtiere und zwei Llamas zu besichtigen, aber “der Falkner ist heute nicht da”.

Wir hatten in zwei verschiedenen B&Bs gebucht, und wenn ich die beiden hätte zusammenlegen können, wäre es perfekt gewesen. Das erste hatte die bessere Lage zur Innenstadt (obwohl sehr ruhig), die besseren Betten und den größeren Fernseher, aber das zweite hatte größere Räume, ein angeschlossenes Badezimmer (en suite) und einen wunderbaren Blick auf grüne Berge und Castle Dinas Bran. Und Llangollen hat sich bei mir beliebt gemacht, als ich erfuhr, dass die öffentliche Bücherei kostenlosen Internetzugang gewährt. Leider war der Ort größtenteils Zebrastreifenfrei, so dass das Wechseln der Straßenseite doch mit etwas Risiko verbunden war! Aber dafür gab es ein Motor Museum , so dass John glücklich war.

Im Büro gibt es gerade einige Änderungen. Es wurde umgebaut und Pappwände niedergerissen, so dass ich nun in der Mitte eines Großraumbueros sitze, an einem kleineren Schreibtisch. We are not amused. Dafür kriege ich einen neuen Titel, ich bin jetzt eine Management PA. Einen neuen Server gibt es demnächst auch noch (der alte ist zu klein und langsam), und einen neuen allsinging-alldancing Kopierer/Drucker/Scanner für alle. Es wird sogar ein neuer einheitlicher Firmenschriftsatz eingeführt. Und dann kriege ich glatt ab nächste Woche wieder eine neue Kollegin, obwohl es eine Zeitlang hieß, “Sparmaßnahmen, und Sie kommen ja gut alleine zurecht, nicht wahr?” Bin ja mal gespannt, wie die Neue so drauf ist, die Nachfolgerin für Constanze (letzter Tag 19. Juni, schluchz) ist schon da, und die ist nicht so mein Fall. Gestern habe ich Constanzes Farewell-Karte unterschrieben, und konnte gar nicht mehr aufhören, zu schreiben. Ich werde sie so vermissen.

Der neue Mayor Boris Johnson hat als erste Amtshandlung ein Alkoholverbot in der tube ausgesprochen, das am 1. Juni in Kraft trat. Wie wir die Engländer ja inzwischen kennen, lassen diese sich nicht gerne ihre Freiheiten beschneiden, auch wenn sie sonst sowieso nicht in der tube trinken würden. Also wurden am Vorabend des Banns Parties in der Tube abgehalten, die auch ganz selbstverständlich ins Chaos ausarteten, mit Randale, Beschädigungen, Festnahmen und vielen Brummschädeln.

Dienstag abend waren wir in einer preview von “Gone Baby Gone” mit Casey Affleck, ich habe zwar seinen Bostoner Akzent kaum verstanden, aber der Film war sehr gut, wenn auch etwas verstörend. Und das kleine Mädchen sah aus with Madeleine McCann. Spooky.

Am Samstag wird im Hyde Park der “2. Red Bull Flugtag” abgehalten, und wir haben Freikarten ergattert: “At the beginning of this year, the Red Bull Flugtag team ran a nationwide advertising campaign seeking crazy showmen and Jackass wannabes with a desire to build a man-powered flying machine that could soar off a 6m high ramp. Hundreds sent their designs in but only the 41 best entrants earned themselves a pilot’s licence for the event. On June 7th, these crazy teams will head for the ramp where they’ll be judged on three criteria: the distance their machine flies, the creativity of the machine and the team’s pre-flight performance. Check out the finalists on the Teams page now and have a look at the Team Blog for the latest news and some cheeky team banter: www.redbullflugtag.co.uk”

Gestern abend ging es zu einer “City Showcase Classical night”, mal was anderes. Die Karten habe ich natürlich, wie soll es auch anders sein, gewonnen. Ich war mir zuerst nicht sicher, ob ich gehen soll, klassische Konzerte sind nicht so mein Fall, aber eine Freundin sagte dann folgendes:“I’ll go to absolutely anything me, even more so if it’s free. I have two mantras that I follow … Life is all about random experiences … and … when was the last time you did something for the first time?”

Es war gar nicht so schlecht, aber komischerweise haben mir die zwei Hauptakte nicht gefallen, das Klavierkonzert fand ich absolut langweilig. Die Musikstudenten danach fand ich alle sehr gut, aber der Opernsaenger am Schluss, großartig angekündigt, sang sein Nessun Dorma so laut, dass Lisa und ich uns nur entsetzt angeguckt haben. Sie flüsterte “Can we go?” und ich sagte “Yes, please!”

Aber macht ja nichts, war ja kostenlos. Gehe ich überhaupt noch irgendwo hin, wenn es was kostet? Doch ja. Wir haben Karten für Joe Fiennes’ neuestes Theaterstueck “2,000 Feet Away” am 28. Juni, Susanne kommt extra dafür für einen Tag herübergejettet, es leben die Billigflüge.

Ach ja, und vor ein paar Stunden haben sie eine riesige Bombe aus dem zweiten Weltkrieg „kontrolliert gesprengt“, die am Montag in Bromley-by-Bow in Ostlondon gefunden wurde – 10 DLR-Stationen von uns entfernt. John sagte, er hat die Explosion gehört, als er auf dem Weg war, mich von der Station abzuholen.

11. Juli 2008
Am 19. Juni hat Constanze uns also endgültig verlassen. Wir hatten einen schönen Abschiedsabend im Pub nebenan, sie war ganz gerührt von den vielen Geschenken und Karten, die sie von Kollegen bekam.

Den Office Sweepstake zur EM habe ich natürlich nicht gewonnen, aber Schweden kam ja auch nicht sehr weit. John hat mal wieder den Kopf geschüttelt, dass ich plötzlich jede Menge Fußballspiele sehe, und beim Halbfinalspiel Deutschland – Türkei kam es aus seinem Zimmer geschallt „Was quietscht Du denn immer so?“ Was soll ich machen, das war ein Krimi.

Die Stimmung im Lande ist zur Zeit etwas gedrückt, Lebensmittel, Energiepreise und Hypotheken werden teurer, während Hauspreise stetig fallen. Es wird von einer Rezession gemunkelt, und das Ganze hat den Fachbegriff „credit crunch“ erhalten, da Kredite in jeder Form jetzt schwerer zu erhalten sind, und die Leute den Gürtel enger schnallen müssen.

Wir werden wohl auch erst im September nach Deutschland kommen, das spart uns sozusagen einen teuren Urlaub, den wir stattdessen irgendwo anders gehabt hätten. Es heißt ja auch, dass viele Leute anstatt ins Ausland zu fliegen, jetzt lieber im Lande Urlaub machen – so billig ist das nun aber auch nicht.

Da lobe ich mir doch meine kostenlosen previews. Wir haben den neuen Narnia Film (Prince Caspian) für umsonst gesehen, sowie „The Visitor“. Für Sonntag haben wir Karten für den neuen Pixarfilm „Wall.E“, der jetzt schon hochgelobt wird. Und ja, da sind wir schon im Urlaub. Ich habe ein Kino in der Naehe des Lake Districts gefunden, das eine preview abhält, LOL. Mamma Mia muss ich mir auch noch anschauen, nachdem ich vergeblich versucht habe, Karten für die Premiere am Leicester Square zu bekommen. Das wäre was gewesen – Colin Firth, Pierce Brosnan, Meryl Streep …

Dafür habe ich neulich Joe Fiennes im Theater gesehen – ein äußerst merkwürdiges Stück im kleinsten Theater, das ich je gesehen habe. Es gab nur drei Reihen von unbequemem Bänken, und wo immer du saßt, du warst nie mehr als 3 Meter von den Schauspielern entfernt. Susanne hat es nur mit Ach und Krach zum Theater geschafft, ihr Flug hatte Verspätung und dann haben an dem Wochenende auch noch die tube und DLR verrückt gespielt.

Die DLR ist zurzeit total nervig. Es werden Arbeiten durchgeführt, um einen dritten Wagen an jeden Zug anzuhängen und viele Bahnsteige müssen deswegen verlängert werden. Tower Gateway ist bis auf weiteres total gesperrt, und alle Züge von Bank halten entweder in Crossharbour oder spätestens in Island Gardens, wo du umsteigen musst, wenn du über den Fluss nach Greenwich oder Lewisham willst.

Die Züge fahren auch nicht so oft jetzt, dafür stehen an jedem Bahnsteig mindestens 5 Uniformierte rum, die verwirrten Reisenden den richtigen Weg weisen sollen – in Wirklichkeit schreien sie nur in Footballhooligan-Lautstärke irgendwelche Anweisungen oder versuchen einen, in die Ersatzbusse zu schubse
n. Aber so schlau, dass sie die Stände mit den METRO-Zeitungen an der Bushaltestelle aufstellen, sind sie nicht. Da hatte ich beinahe eine Auseinandersetzung mit einem DLR-Menschen, als die DLR nicht fuhr und ich trotzdem an seinem ausgestreckten Arm vorbei Richtung Station lief, da ich eine Zeitung wollte, bevor ich mich in den Bus quetschte. Und Bank station ist sowieso der Horror momentan, man kommt nur noch zum DLR-Bahnsteig, wenn man sich vorher durch den überfüllten Bahnsteig der Northern Line quetscht.

Seit 26. Juni gibt es in Greenwich ein tolles neues Riesenrad, das wird da bis 28. September stehen: http://www.greenwichwheel.com/ Da sind wir mit Susanne natürlich gleich drauf, und da das Riesenrad da erst 3 Tage alt war, standen noch nicht so viele Menschen an und wir bekamen unsere eigene Gondel, von der aus wir wie die Weltmeister den Fluss, Canary Wharf und Greenwich von oben fotografierten. Man kann unsere Strasse von da oben sehen! Leider gab es nur drei Umdrehungen, und nach 10 Minuten war die Fahrt vorbei – aber es lohnt sich. Danach gingen wir noch ins Tex-Mex Restaurant und hatten Kino geplant – S  e x  and the City mit kostenlosen Karten. Leider hat der Ersatzbus so lange gebraucht bis West India Quay, dass die Vorstellung ausverkauft war – an einem Samstagabend auch nicht unbedingt verwunderlich, aber trotzdem nervig. Sind wir halt noch einen trinken gegangen, es war warm genug.

Das gute Wetter hat leider nicht lange gehalten, seit Tagen ist es durchwachsen, und gestern hat es geschüttet wie verrückt. Und das Wetter fuer den Lake District sieht auch nicht gerade rosig aus. Aber egal, Urlaub ist Urlaub. Samstag Morgen geht es los – im Mietwagen. Fragt nicht!

*** Fortsetzung folgt ***

Autor: Beate
Beateher@yahoo.com

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