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Rosmaringo

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Es wird Morgen am See

Zur Ruhe geht die Sommernacht,
Macht Platz dem jungen Junitag.
Nur kurz ergreift das Schwarz die Macht,
Das Licht beherrscht den Stundenschlag.

Der Abschied und das Neuerwachen
Sind Schauspiel, Kampf mit leisen Klingen.
Noch ruht der See, nur Taubenlachen
Vermag durch Nebelrauch zu dringen.

Die Sterne blassen wie der Mond,
Der Himmel blaut, das Wasser auch.
Was wie ein finstrer Wächter thront,
Entpuppt sich froh als grüner Strauch.

Am Steg, noch drohend dunkle Mauer
Wird erstes Entenleben rege.
Ein zaghaft feiner Tropfenschauer
Benetzt als Tau die Uferwege.

Ein Paukenschlag, nicht Ton, doch Licht,
Beendet dieses Drama schnell.
Der Sonne Strahlenflut durchbricht
Den Zauber hin zum Tageshell.

dunst

Foto: © Ana`i / pixelio

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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1 Kommentar

  1. blackcat

    Wow. Das Gedicht bringt die Stimmung richtig super rüber :)

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