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Rosmaringo

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Aulandschaft

Wo Bäume aus dem Wasser streben,
Die Wurzeln in den Schlamm gesenkt,
Wo Hirsch und Fisch in Eintracht leben,
Wird reichem Leben Raum geschenkt.

Der Frühjahrsregen füllt die Täler
Des blinden Flusses reichlich an.
Die grünen Flächen werden schmäler,Auf Altholz sitzt ein Kormoran.

Gerecht verteilt sind Licht und Schatten.
Ein Wechselspiel im Tageslauf.
Das Wildschwein wühlt, die Bisamratten
Verschwinden, tauchen wieder auf.

Konzerte aus gefüllten Blasen
Der Frösche stören niemand hier.
Libellen ruh’n auf Algenrasen,
Die Musikanten im Visier.

Der Schlehdorn hebt die dunkle Schlange
Zum Sonnen auf dem Zweig empor.
Vor Äskulap ist manchem bange,
Die Amsel protestiert im Chor.

Karauschen nagen an den Zweigen,
Die dort ein Baum ins Wasser streckt.
Der Laubfrosch will sich dir nicht zeigen,
Er hält sich farbgetarnt versteckt.

Wie viele Stunden möcht ich weilen
In diesem Traum aus Grün und Blau.
So werde ich mich wohl beeilen
Zum nächsten Ausflug in die Au.

Kormoran

Foto: © Miroslaw / pixelio

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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