Der Vogel treibt, dem Nachen gleich,
Mit sanftem Ruderschlag voran.
Als Majestät im flachen Teich
Gilt anerkannt der weiße Schwan.
Nichts verleitet ihn zur Hast,
Würde liegt in seinem Blick.
Langsam, ja beschaulich fast,
Biegt er seinen Hals zum Knick.
Kein Wunder, wenn der Mythos ihn
Zum edlen Götterwesen kürt.
Als Sonnenbarke zieht er hin,
Von Echnaton im Geist geführt.
Hast du Futter in der Hand,
Ändert seine Haltung sich.
Ohne Warnung, ungalant,
Zwickt das blöde Luder dich.
Foto: © schauhi (Kurt Bouda) / pixelio
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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2 Kommentare
edithtg
1. Februar 2009 von 16:56 (UTC 2)
*lach* Das ist ja köstlich! Vorne die hohe Poesie, und im letzten Satz haut der schnöde Alltag wieder zu.
In diesem Stil hat auch der deutsche Kabarettist Gerd Dudenhöffer (“Heinz Becker”) zwei kleine Gedichtbände veröffentlicht. Ich dachte immer, der Anfang der Gedichte ist von Herrn Dudenhöffer – und der Schluss von seinem alter ego Heinz.
blackcat
3. Februar 2009 von 16:46 (UTC 2)
*lol* Das Ende ist nun echt mal der Hit