Was treibt die kleine Tannenmeise
Zum nadellosen Lärchenast?
Vermutlich sucht sie still und leise
Die Zäpfchen ab nach Samenmast.
Sie schämt sich, schaut sich um, verstohlen,
Gewissensbisse quälen bald.
Als einz’ger Ort, sich Kost zu holen,
Gilt zweifellos der Tannenwald.
Da sieht sie auf dem Zweig der Erle,
Zwei Weidenmeisen, quietschvergnügt.
So bleibt sie, weil auch diese Kerle,
Für solchen Frevel niemand rügt.
Foto: © Bolliger Hanspeter / pixelio
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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