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Rosmaringo

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Ole (oder Wie lange noch Stierkampf)

Die Ränge füllen Rinderherden,
Mordlust dampft aus weiten Nüstern.
Ein Gemetzel wird es werden,
Raunen Stiere, Kühe lüstern.

Ein Kampfstier neigt die Hörnerwaffen,
Zeigt sich stolz von allen Seiten.
Die Rinder brüllen, glotzen, gaffen,
Zeit, den Mann ins Rund zu leiten.

Der Mensch, den wilden Stier vor Augen,
Möchte jeden Kampf vermeiden.
Das Wollen wird jedoch nichts taugen,
Gilt es doch, ihn auszuweiden.

Der Bulle wird zum Start gerufen,
Schmachtend seufzen braune Kühe.
Der Sand knirscht unter harten Hufen,
Es flieht der Mann mit knapper Mühe.

Da reißt ihm schon des Hornes Spitze
Tiefe Wunden in den Rücken.
Die Rinder heben sich vom Sitze,
Klatschen Beifall vor Entzücken.

Ein letzter Stoß, das Menschlein röchelt,
Stirbt im blutgetränkten Sande.
Sein Gekröse dampft und köchelt,
Trommelwirbel an der Bande.

Nach dieser Seelenkur begeben
Sich die Rinder heim zum Fressen.
Bereichert wird das Alltagsleben
Durch solch edles Kräftemessen.

Foto: © lulu55 (Luisa Drehsen) / pixelio

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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5 Kommentare

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  1. Margrit Baumgärtner

    STELL DIR VOR, ES IST STIERKAMPF — UND NIEMAND GEHT HIN….
    Schön wär´s !!
    In diesen Sommerwochen muss man einfach mal wieder daran erinnern, Stierkampf ist ein brutales Gemetzel
    und kann nur bekämpft werden, indem man als Tourist NICHT hingeht !!
    Wie könnte die Perversion besser formuliert werden, als in diesem Gedicht !

    1. Ingo Baumgartner

      Danke, Margrit. Ja, es ist an der Zeit, die Sache in die Vergangenheit zu rücken. LG Ingo

  2. hans Witteborg

    Die Gouverneurs Regierung Katalniens hat den Stierkampf verboten. Große Arenen wie in Barcelona oder Tarragona wurden geschlossen.
    In Andalusien oder Madrid wird das leider nicht geschehen. Aber klasse wie uns Ingodie andere Seite darstellt!

    1. Ingo Baumgartner

      Ich denke, Hans, es wird auch dort zu einem UMdenken kommen. Hoffentlich. LG Ingo

  3. Ursula Geier

    Aber die Spanier lieben ihren Stierkampf und sehen das ganz anders, ich verstehe das nicht, das mag daran liegen, daß ich kein Spanier bin.

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