So weit des Wand’rers Auge reicht,
Nur flaches Land, der Steppe gleich.
An Teichen, schilfumrandet, seicht,
Beäugt ein Trappentrupp sein Reich.
Ein Löffler schnäbelt Algenteig,
Der Reiher tritt ins feuchte Ried.
Die Mantis betet auf dem Zweig,
Ein flacher Skolopender flieht.
Taranteln bauen sich ein Loch,
Entfliehen so der Sichtbarkeit.
Die Sonne steigt zum Mittag hoch
Und tiefe Stille macht sich breit.
Beglückt von dieser leisen Welt,
Vergönnt sich auch der Wand’rer Ruh.
Ein Bündel Schilf als Schattenzelt,
Dann schließt er seine Augen zu.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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