Moorig schwappt der feuchte Grund,
Der Streifen zwischen See und Land.
Ein fester Pfad jedoch führt rund,
Verleitet Bein und Fotohand.
Das Schilf, der Wald aus Halm und Rohr
Mit Kolben voller Samenflaum,
Schwingt leise, das geschulte Ohr
Hört Vogelsang im Binsensaum.
Der bunte Erpel hebt den Kopf,
Das Blesshuhn warnt mit hohem Ton.
Es wippt der Haubentaucherschopf,
Die Bekassine streicht davon.
Den Weg begleiten Baum und Busch
Aus Birke, Erle, Haselstrauch.
Auch hier Geraschel und Geschusch’,
Geheimnisvoller Stimmenhauch.
Nach Stunden ist man wieder da,
Man steht erschöpft am Ausgangsort.
Doch was man hörte, ahnte, sah,
Das nimmt dir niemand jemals fort.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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