«

»

Rosmaringo

Artikel drucken

Die Felseneule

Zwei Augen, rund wie Wagenräder,
Sind starr, gebannt auf mich gerichtet.
Ein krummer Schnabel, Ohrenfeder,
Ich hab’ ein Eulentier gesichtet.

Mein Gott, wie wirr sind meine Sinne,
Kein Wald, kein Baum, kein Nachtraubvogel.
Ich halte Augen wischend inne.
Nur Trugbild, ein verspielter Mogel.

Ein Felsklotz gleicht dem Eulenkopfe,
Zwei Löcher und ein Felsstückschnabel,
Doch kauzenhaft bis hin zum Kropfe.
Verwirrung, ähnlich der zu Babel.

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

*****

Eigene Beiträge einreichen? Mailen Sie Texte und Bilder an feedback@tiergeschichten.de
Weitere Tiergeschichten gibt es hier: http://www.tiergeschichten.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.tiergeschichten.de/2008/01/11/die-felseneule/

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>