Ein Erpel wirft sich in die Brust,
Sein Prachtgefieder will er zeigen.
Er denkt dabei an Paarungslust,
Das kann und will er nicht verschweigen.
Die Enten tuscheln Seit an Seit,
Das Balzgetue stört sie nicht.
Sie kennen die Gefährlichkeit
Der Farbenpracht beim Mondenlicht.
Da leuchten aus des Nestes Grau
Die Erpelfedern wie Reklame.
Zur Tarnung wahrlich wenig schlau,
Im Gegensatz zur Entendame.
Der Fuchs verspeist des Nachts mit Wonne
Zwei Erpel, nur die Federn nicht,
Die leuchten in der Morgensonne.
Man kleidet sich am besten schlicht.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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2 Kommentare
edithtg
26. Oktober 2007 von 13:05 (UTC 2)
Ich frag mich grad, ob der Erpelwahn nicht auch auf den Menschen übertragbar ist. Ich mein’, ich hätte schon im einen oder anderen Fall Symptome bemerkt …
Ingo Baumgartner
26. Oktober 2007 von 13:30 (UTC 2)
Das scheint mir ein oft beobachtetes Phänomen zu sein (sagt meine Frau).