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Küchlein I

“Küchlein, Küchlein! leichtsinnig Kind!
Wohin läufst du nun wieder so geschwind?
Durchkriechst gleich alle Winkel und Ecken,
Willst immer gern was neues entdecken;
Und siehst du dann deine Mutter nicht,
Gleich schreist du so kläglich, du armer Wicht.”

Das Küchlein lief in den Garten hinein;
Bald hört’ es die Mutter ängstlich schrei’n.
Da suchte sie’s auf mit Müh’ und Not;
Vor Ängsten und Schrecken war’s halbtot.
Schnell unter die Flügel kroch’s ihr nun,
Und denkt: Ich will’s nimmermehr wiedertun.

Autor: Wilhelm Hey (1798 – 1854)

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