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Das Ende der Sündflut

Als die Arche nun geschwommen
Sieben Monate ungestört,
Hat die Sündflut abgenommen,
Da der Regen aufgehört.
Auch die Sonne lachte wieder,
Weil sie sich getrocknet hat,
Und die Arche ließ sich nieder
Auf dem Berge Ararat.
Noah machte die Klappe offen
Läßt den Raben schnell hinaus,
Um zu sehn,ob man hoffen,
Daß das Wasser trockne aus.

Doch der Rab’,ein Vagabunde,
Kehrt nach Hause nimmermehr,
Bringt dem Noah keine Kunde,
Fliegt herum die Kreuz und Quer,
Bis er sieht den Jäger liegen,
Der geschossen oft auf ihn,
Da macht er sich das Vergnügen,
Bei der Nase ihn zu zieh’n.
Als die Botschaft von dem Raben
Noah nicht mehr glaubt zu kriegen,
Und doch gern will Nachricht haben,
Läßt er seine Taube fliegen.
Und das Täubchen sanft und friedlich
Bringt ein Ölblatt mit von unten,
Trug’s im Schnabel fein und niedlich;
Und so wurden ganz gemütlich
Post und Briefträger erfunden.

Autor: Carl Reinhardt (1818, – 1877)

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