Der Frosch sitzt in dem Rohre,
Der kleine, breite Mann,
Und singt sein Abendliedchen,
So gut er singen kann – Quak! Quak!
Er meint, es klingt gar herrlich,
Könnts Niemand so wie er,
Er bläst sich auf gewaltig
Meint Wunder, was er wär! – Quak! Quak!
Mit seinem breiten Maule
Fängt er sich Mücken ein
Guckt mit den dicken Augen
Froh nach der Sonne Schein! – Quak! Quak!
Das ist ein ewig Quaken,
Er wird es nimmer müd,
So lange noch ein Blümchen
Im Wiesengrund nur blüht! – Quak! Quak!
Herr Frosch! nur zu gesungen,
Du bist ein lustger Mann;
Im Lenz muß Alles singen,
So gut es singen kann! – Quak! Quak!
Autor: Georg Christian Dieffenbach (1837-1901)
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