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Dolly – Teil 11: Naturkost

Hallo Dackelfreunde,
wieder eine aufregende Neuigkeit. Ich bekomme jetzt nämlich NATURKOST, Ja, da staunt ihr, das es dies auch für uns Hunde gibt und das kam so.

Auf der Zuchtschau, auf der ich so jämmerlich ’reingefallen bin, war auch ein Stand einer meinen Eltern bislang unbekannten Hundefutterfirma; Naturkost für den gesundheitsbewussten Hund. Da für meinen Freund Rocky dort getrocknetes Rindfleisch natur gekauft worden war, ging auch mein Vater hin: Rudeltrieb der Menschen. Die Verkäuferin verwickelte meinen Vater in ein Gespräch, das er sich vorerst höflich anhörte und gab ihm Informationsmaterial mit. Einen Interessen-Anknüpfungspunkt gab es aber doch, da meine Eltern gerade begonnen hatten, ihre Ernährung umzustellen. Von der Kur nach der Krebsoperation hatte deren Tochter viele Ernährungstipps mitgebracht, um den Anteil an chemischen Zusatzstoffen in der täglichen Nahrung soweit wie möglich zu verringern. Daher war der Gedanke nicht so abwegig, dies auch auf mich anzuwenden und genau, wie mein Vater ist, studierte er das übergebene Material.

Wenn man sich die Werbung der Hundefutterindustrie ansieht, ist es ja überhaupt ein Wunder, das wir Hunde mehr als 2000 Jahre überlebt haben; ohne spezielles Hundefutter, angereichert mit allen Chemikalien, die die Forschung für unser Wohlergehen ermittelt hat.

Noch dazu wenden viele Menschen die Maxime „Viel und billig!“, die sie für ihre Ernährung bevorzugen, auch auf uns Hunde an. Da wird dann im Supermarkt Futter gekauft, das unter dem Einkaufspreis abgegeben wird, nur um die Hundefreunde hinein zu locken, wobei man natürlich davon ausgeht, dass sie dann auch etwas Nicht-Hundliches kaufen. Wie beim Menschen Allergien und Hautprobleme zunehmen, ist es auch bei uns Hunden, und so liegt es nahe, auch uns naturverbundener, das heißt mit so wenig Chemie wie möglich zu ernähren – ohne Emulgatoren, Stabilisatoren, Antioxidantien und wie das Zeug noch heißt.

Gerade kommt eine neue Werbung, dass man entdeckt hat, dass in unser Futter noch Linolsäure muss, damit wir gedeihen. Potz Blitz und Wackeldackel!

Meine Eltern verabredeten eine Termin mit dem Heimlieferservice und so besuchte uns bald die FUTTER-TANTE und erklärte meinen Eltern alles. Es ist eben eine Frage der Überzeugung ob man meint, mit soviel oder mit so wenig Chemie wie möglich. Mein Dosenfutter ist nur durch Erhitzen konserviert und enthält nur die angegebenen Naturstoffe. Dafür hat es auch nicht 2 Jahre Haltbarkeit, aber das ist in der Praxis ja auch nicht nötig. Es gibt mehrere Sorten und es schmeckt ausgezeichnet. Mein Appetit und mein Stuhlgang (Verzeihung!) haben sich deutlich verbessert, da sich wieder Darmbakterien bilden, die ansonsten durch das Konservierungsmittel, was ja praktisch Gift ist, mit vernichtet werden. Deswegen verbietet sich auch eine Mischfütterung. Man muss sich für die eine oder andere Methode entscheiden. Auch mein Fell sieht deutlich glatter und glänzender aus und ist jetzt ohne Schuppen, so dass ich mich mit Recht als das schönste Dackelmädchen der Welt bezeichnen kann.

Ich fühle mich rundum wohl. Es bleiben auch noch Kalorien frei, dass mir meine Eltern immer ’mal ein Leckerchen oder Schmeckerchen oder etwas von ihrem Essen geben können. Das ist dann immer eine besondere Freude und fördert den Sozialkontakt ungemein. Dazu habe ich dann noch verschiedene getrocknete Teile vom Rind, mit deren Zerspanung ich meine Zähne und Kaumuskeln pflege. Einmal im Monat wird alles ins Haus geliefert. Natürlich ist der Einzelpreis einer Schale gegenüber der im Supermarkt erst einmal erschreckend, aber wenn man bedenkt, dass ich aufgrund der guten Nährstoffe weniger brauche und die Experimente mit verschiedenen Futtersorten und Leckerlis wegfallen, die dann zum Teil weggeworfen wurden, weil ich sie nicht mochte, ist es doch erträglich. Für 100 Mark im Monat kann ich gesund und naturverbunden ernährt werden und überhaupt: Geld ist nicht alles – schließlich ist ein langes und ungetrübtes Zusammensein mit uns überhaupt nicht mit Geld zu bezahlen. Wir könnten uns das natürlich alles auch schicken lassen – z.B. von Scheckers Tierparadies – aber mittlerweile haben wir uns an den Kontakt mit der FUTTER-TANTE gewöhnt, da die Lieferung immer auch Gelegenheit zu einem ausführlichen hundlichen Gedankenaustausch bietet.

So, das war’s. Wer von den Menschen meinen Schwestern und Brüdern auch etwas Gutes tun will, der kann sich bei meinem Vater erkundigen.

mir_schmeckts_03.jpg

Autor: Martin Eberhard Kamprad

info@kamprad.de

http://www.kamprad-online.de

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